Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Erfolg in der Provenienzforschung am Museum Lüneburg

Datum 14.07.2015

Ei­nen Er­folg im Rah­men sei­nes vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten Pro­jek­tes zur Pro­ve­ni­enz­for­schung ver­zeich­net das Mu­se­um Lü­ne­burg. Seit April 2014 such­te das Mu­se­um ge­zielt nach NS-Raub­kunst in sei­nen Samm­lun­gen.

Im Mit­tel­punkt stan­den da­bei Er­wer­bun­gen aus dem Nach­lass Mar­cus Hei­ne­manns (1819–1908) von 1940. Rund 40 Nach­fah­ren der Fa­mi­lie Hei­ne­mann ka­men am Wo­chen­en­de aus al­ler Welt nach Lü­ne­burg, um die Stadt ih­rer Vor­fah­ren ken­nen­zu­ler­nen. Das Vor­ha­ben ent­stand in en­ger Ab­stim­mung zwi­schen en­ga­gier­ten Er­ben von Mar­cus Hei­ne­mann in den USA und der His­to­ri­ke­rin An­ne­ke de Rud­der vom Mu­se­um Lü­ne­burg. Dr. Uwe Hart­mann, Lei­ter des Fach­be­reichs Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te, un­ter­streicht: „Das Bei­spiel des Mu­se­ums Lü­ne­burg zeigt ein wei­te­res Mal ein­drucks­voll, wie wich­tig es ist, ak­tiv Pro­ve­ni­enz­for­schung zu be­trei­ben, die Er­ben er­mor­de­ter und ver­trie­be­ner jü­di­scher Kunst­samm­ler aus­fin­dig zu ma­chen, mit ih­nen in ei­nen ver­trau­ens­vol­len Dia­log zu tre­ten und ge­mein­sam nach fai­ren und ge­rech­ten Lö­sun­gen im Sin­ne der Prin­zi­pi­en der Wa­shing­to­ner Kon­fe­renz zu su­chen. Es zeigt eben­so, dass auch Mu­se­en in klei­ne­ren und mitt­le­ren Städ­ten in re­la­tiv kur­zer Zeit er­folg­reich For­schungs­pro­jek­te durch­füh­ren kön­nen, wenn sie das Be­ra­tungs­an­ge­bot des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te in An­spruch neh­men“.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Pres­se­mit­tei­lung des Mu­se­ums Lü­ne­burg

Be­richt­er­stat­tung des Nord­deut­schen Rund­funks