Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Forschungsband zum Kunsthändler Alfred Flechtheim in Kooperation mit der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste veröffentlicht

Datum 22.07.2015

Ak­tu­el­len Fra­gen zur Re­sti­tu­ti­on von Raub­kunst geht der kürz­lich von An­drea Bam­bi (Baye­ri­sche Staats­ge­mäl­des­amm­lun­gen) und Axel Dre­coll (In­sti­tut für Zeit­ge­schich­te Mün­chen-Ber­lin) in Zu­sam­men­ar­beit mit An­drea Ba­re­sel-Brand (Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te) her­aus­ge­ge­be­ne For­schungs­band am Bei­spiel Al­fred Flecht­heims (1878-1937) nach.

Flecht­heim gilt als ei­ner der wich­tigs­ten Kunst­händ­ler sei­ner Zeit. In sei­nen Ga­le­ri­en hin­gen un­ter an­de­rem Wer­ke von Paul Klee oder Pa­blo Pi­cas­so. In der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus auf­grund sei­ner jü­di­schen Her­kunft ver­folgt, floh Flecht­heim 1933 nach Lon­don. Was mit sei­nen Bil­dern ge­schah, ist bis heu­te zum Teil un­ge­klärt und um­strit­ten.

Uwe Hart­mann, Lei­ter des Fach­be­reichs Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te, be­tont: „Ich freue mich, dass der Sam­mel­band nach in­ten­si­ver For­schungs­ar­beit zu Le­ben, Werk und Wir­kung Flecht­heims ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zur Schär­fung der in­ter­dis­zi­pli­nären Per­spek­ti­ve auf die Re­sti­tu­ti­on von Raub­kunst leis­tet. Er knüpft da­mit an ein Aus­stel­lungs­pro­jekt in den Jah­ren 2013/2014 und die Web­si­te al­fred­flecht­heim.com an.“

Al­fred Flecht­heim
Raub­kunst und Re­sti­tu­ti­on
Hrsg. v. An­drea Bam­bi und Axel Dre­coll
Un­ter Mit­arb. v. An­drea Ba­re­sel-Brand
Schrif­ten­rei­he der Vier­tel­jahrs­hef­te für Zeit­ge­schich­te 110
303 Sei­ten, 24,95 Eu­ro
Ber­lin/Bo­ston: De Gruy­ter 2015

In­for­ma­tio­nen des Ver­la­ges De Gruy­ter

Web­si­te Al­fred Flecht­heim - Kunst­händ­ler der Avant­gar­de