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Stadtbibliothek Bautzen restituiert erneut NS-Raubgut

Datum 05.04.2016

Die Stadt­bi­blio­thek Baut­zen hat zum zwei­ten Mal NS-Raub­gut re­sti­tu­iert. Bei ih­rer Pro­ven­ienz­re­cher­che stieß sie auf ei­ne vier­bän­di­ge Aus­ga­be der En­zy­klo­pä­die „Die neue Volks­hoch­schu­le. Bi­blio­thek für mo­der­ne Geis­tes­bil­dung“ aus dem Jahr 1925.

Sie ge­hör­te einst der Bau­ge­werk­schaft Baut­zen und ge­lang­te nach dem 2. Welt­krieg un­ter nicht ge­nau re­kon­stru­ier­ba­ren Um­stän­den in die Be­stän­de der Stadt­bi­blio­thek. Nun wur­de sie an die Rechts­nach­fol­ger, die IG Bau­en-Agrar-Um­welt, re­sti­tu­iert. Die­se er­klär­te sich da­mit ein­ver­stan­den, dass die Bü­cher im Be­stand der Stadt­bi­blio­thek und so auch zu­künf­tig der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich blei­ben.

Die Pro­ven­ienz­re­cher­che fin­det im Rah­men ei­nes vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten Pro­jek­tes statt. Das Zen­trum un­ter­stützt die Stadt­bi­blio­thek bei ih­rer sys­te­ma­ti­sche Re­cher­che nach NS-Raub­gut über drei Jah­re mit ei­ner För­der­sum­me von über 168.000 Eu­ro.

Pres­se­mit­tei­lung der Stadt Baut­zen

Pro­jekt­be­schrei­bung