Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur beginnen mit Projekt zur Provenienzforschung

Datum 10.08.2016

In ei­nem vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten, ein­jäh­ri­gen Pro­jekt un­ter­su­chen die Gör­lit­zer Samm­lun­gen für Ge­schich­te und Kul­tur sys­te­ma­tisch sämt­li­che Neu­er­wer­bun­gen aus den Jah­ren 1933 bis 1945 auf NS-Raub­gut.

Be­reits seit den 1990er Jah­ren weiß man in den Gör­lit­zer Samm­lun­gen, dass Ob­jek­te in ih­ren Be­stän­den wäh­rend der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus zum Teil un­ter un­recht­mä­ßi­gen Um­stän­den er­wor­ben wur­den. Ein­zel­ne Kunst­wer­ke, wie zwei Ge­mäl­de von Lo­vis Co­rinth und Max Sle­vogt, wur­den vor ei­ni­gen Jah­ren be­reits an die recht­mä­ßi­gen Er­ben der Samm­ler, de­nen sie einst ge­hör­ten, re­sti­tu­iert.

Die Er­geb­nis­se des jet­zi­gen For­schungs­pro­jekts wer­den zu­künf­tig in der vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te be­trie­be­nen Los Art-Da­ten­bank ver­öf­fent­licht.

Pres­se­mit­tei­lung der Gör­lit­zer Samm­lun­gen für Ge­schich­te und Kul­tur

Gemälde „Frau mit Lilien im Treibhaus“ von Lovis Corinth Gemälde „Frau mit Lilien im Treibhaus“ von Lovis Corinth Bereits 1998 wurde das Gemälde „Frau mit Lilien im Treibhaus“ von Lovis Corinth durch das Kulturhistorische Museum Görlitz an die Erben des Breslauer Sammlers Otto Ollendorf zurückgegeben, der von den Nationalsozialisten in den Selbstmord getrieben worden war. Quelle:  Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur