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Leopold-Hoesch-Museum und Wallraf-Richartz-Museum eröffnen Ausstellung zur Provenienzforschung

Datum 05.12.2016

Ei­ne Aus­stel­lung zu ers­ten For­schungs­er­geb­nis­sen zwei­er Pro­jek­te zur Pro­ve­ni­enz­for­schung er­öff­ne­ten ges­tern das Leo­pold-Hoesch-Mu­se­um in Dü­ren und das Wall­raf-Ri­chartz-Mu­se­um in Köln. Bei­de Häu­ser zei­gen in der Aus­stel­lung ihr Be­zie­hungs­ge­flecht wäh­rend der NS-Zeit und brin­gen die Er­geb­nis­se ih­rer For­schung zu­sam­men.

Die­se For­schungs­ar­bei­ten wur­den in bei­den Mu­se­en durch das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg ge­för­dert:

Im Leo­pold-Hoesch-Mu­se­um in Dü­ren wer­den mit Mit­teln des Zen­trums seit Mai 2015 die Pro­ve­ni­en­zen der Zu­gän­ge zwi­schen 1946 und 1968 wis­sen­schaft­lich er­forscht, um mög­li­che im Be­stand be­find­li­che Wer­ke mit un­recht­mä­ßi­ger Pro­ve­ni­enz aus der Zeit der NS-Dik­ta­tur voll­stän­dig zu iden­ti­fi­zie­ren.

Seit Sep­tem­ber 2013 un­ter­stützt die Ar­beits­stel­le für Pro­ve­ni­enz­for­schung Ber­lin (jetzt: Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te) das Pro­jekt zur Pro­ve­ni­enz­for­schung im Wall­raf-Ri­chartz-Mu­se­um. Das Mu­se­um er­warb zwi­schen 1933 und 1945 ca. 2500 Zeich­nun­gen, Aqua­rel­le und Druck­gra­phi­ken. Das Pro­jekt soll die Zu­sam­men­hän­ge die­ses Er­werbs mög­lichst lücken­los auf­klä­ren.

„Aus Sicht des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te ist es sehr er­freu­lich, dass auf die­se Wei­se der er­folg­rei­che Ver­lauf zwei­er vom Zen­trum ge­för­der­ter For­schungs­pro­jek­te der Öf­fent­lich­keit trans­pa­rent vor­ge­stellt wer­den. Es ist zu wün­schen, dass sich vie­le Be­su­cher des Leo­pold-Hoesch-Mu­se­ums für die Auf­ar­bei­tung und Dar­stel­lung der Fol­gen des Ent­zugs und Raubs von Kunst- und Kul­tur­gut wäh­rend der Herr­schaft der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten in­ter­es­sie­ren wer­den,“ sag­te Uwe Hart­mann, Lei­ter des Fach­be­reichs Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Zen­trum, der an­läss­lich der Aus­stel­lungs­er­öff­nung ein Gruß­wort sprach.

Im Zu­ge der Pro­ve­ni­enz­for­schung nahm das Leo­pold-Hoesch-Mu­se­um im No­vem­ber 2016 in vier Fäl­len (117 Wer­ke) Re­sti­tu­ti­ons­ver­hand­lun­gen mit den recht­mä­ßi­gen Ei­gen­tü­mern auf, um im Sin­ne der Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en und der Ge­mein­sa­men Er­klä­rung nach fai­ren und ge­rech­ten Lö­sun­gen zum Ver­bleib der Ob­jek­te zu su­chen.

Pro­jekt­be­schrei­bung Leo­pold-Hoesch-Mu­se­um & Pa­pier­mu­se­um Dü­ren

Pro­jekt­be­schrei­bung Wall­raf-Ri­chatz-Mu­se­um Köln

Pres­se­mit­tei­lung zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung (PDF, 171 KB)

Pres­se­mit­tei­lung zu den Re­sti­tu­ti­ons­ver­hand­lun­gen (PDF, 164 KB)