Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Projekt "Provenienzrecherche Gurlitt" setzt Forschungsarbeiten fort

Datum 15.12.2016

Auch im Jahr 2017 wird das Pro­jekt zur Er­for­schung des Kunst­fun­des Gur­litt wei­ter fi­nan­zi­ell un­ter­stützt. So kann das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te die For­schungs­ar­beit zum Kunst­fund Gur­litt fort­füh­ren. Be­forscht wer­den ins­ge­samt rund tau­send Kunst­wer­ke, die von der Taskfor­ce „Schwa­bin­ger Kunst­fund“ noch nicht ab­schlie­ßend un­ter­sucht wur­den. Un­ter­su­chungs­ge­gen­stand sind zum ei­nen ca. 680 Wer­ke, bei de­nen ein Ver­dacht auf NS-Raub­kunst nicht aus­ge­schlos­sen wer­den konn­te. Zum an­de­ren gilt es der­zeit 325 Wer­ke zu un­ter­su­chen, die als Ver­dachts­fäl­le der Be­schlag­nah­me­ak­ti­on „Ent­ar­te­te Kunst“ gel­ten und die eben­falls aus Ver­folg­ten­be­sitz in die Her­kunfts­mu­se­en ge­langt sein konn­ten.
Das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen hat am heu­ti­gen Don­ners­tag, den 15. De­zem­ber 2016 im Rechtss­treit um den Nach­lass von Cor­ne­li­us Gur­litt die Wirk­sam­keit sei­nes Tes­ta­ments und das Kunst­mu­se­um Bern als Er­be be­stä­tigt. Dies bringt für das Pro­jekt­jahr 2017 wei­te­re Pla­nungs­si­cher­heit.