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Pilotprojekt zur Provenienzforschung in Sachsen-Anhalt beginnt – Erst-Check in fünf Museen

Datum 26.07.2016

Um die Su­che nach NS-Raub­gut vor­an­zu­trei­ben, star­tet der Mu­se­ums­ver­band Sach­sen-An­halt e. V. ein Pi­lot­pro­jekt zur Pro­ve­ni­enz­for­schung in fünf Mu­se­en. Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te för­dert das Pro­jekt mit ei­ner fi­nan­zi­el­len Zu­wen­dung über ei­nen Zeit­raum von fünf Mo­na­ten.

Ziel ist es, mit ei­nem Erst-Check in fünf aus­ge­wähl­ten Mu­se­en des Lan­des Sach­sen-An­halt fest­zu­stel­len, ob ein Ver­dacht auf NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut („NS-Raub­gut“) in den je­wei­li­gen Samm­lungs­be­stän­den vor­liegt und den Kennt­nis­stand zum Kunst- und Kul­tur­gü­ter­raub im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in der Re­gi­on des heu­ti­gen Sach­sen-An­halt zu ver­bes­sern. Mit dem Erst-Check könn­te dann der Be­darf an ei­ner wei­ter­ge­hen­den, lang­fris­ti­gen Pro­ve­ni­enz­for­schung er­mit­telt oder auch aus­ge­schlos­sen wer­den.

Bei den Mu­se­en, die sich am Erst-Check be­tei­li­gen, han­delt es sich um das Alt­mär­ki­sche Mu­se­um Sten­dal, das Dan­neil-Mu­se­um Salzwe­del, das Gleim­haus Hal­b­er­stadt, das Mu­se­um Aschers­le­ben und das Mu­se­um Schloss Mo­ritz­burg Zeitz.

Ver­gleich­ba­re Pro­jek­te gibt es be­reits in Bran­den­burg und Süd­nie­der­sach­sen.

Mu­se­ums­ver­band Sach­sen-An­halt e.V.