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Dürer-Stich zurück in Staatsgalerie Stuttgart

Datum 29.07.2016

Al­brecht Dü­rers Kup­fer­stich „Ma­ria, von ei­nem En­gel ge­krönt“ (1520) ist zu­rück in die Staats­ga­le­rie Stutt­gart ge­langt, nach­dem die Druck­gra­fik ver­mut­lich nach Kriegs­en­de 1945 in der fran­zö­si­schen Be­sat­zungs­zo­ne ge­stoh­len wor­den war. Auf ei­nem Floh­markt bei Sar­re­bourg (Loth­rin­gen) ist sie nun wie­der auf­ge­taucht. Sie trägt den Stem­pel der Staats­ga­le­rie, so­dass der el­säs­si­sche Fin­der – ein Samm­ler und Ar­chäo­lo­ge, der den Stich kauf­te – die Zu­ge­hö­rig­keit er­kann­te und an­schlie­ßend in der vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te be­trie­be­nen Lost Art-Da­ten­bank re­cher­chier­te, wo Dü­rers Werk seit 2003 un­ter der Lost Art-ID 296062 als Such­mel­dung ver­merkt ist. An­schlie­ßend trat der Fin­der in Kon­takt mit der Staats­ga­le­rie und schenk­te ihr Dü­rers Kup­fer­stich.

Die Lost Art-Da­ten­bank dient der Er­fas­sung von Kul­tur­gü­tern, die in­fol­ge der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ge­walt­herr­schaft und der Er­eig­nis­se des Zwei­ten Welt­kriegs ver­bracht, ver­la­gert oder – ins­be­son­de­re jü­di­schen Ei­gen­tü­mern – ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­gen wur­den.

Pres­se­mit­tei­lung der Staats­ga­le­rie Stutt­gart