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Wilhelm-Hack-Museum veranstaltet Podiumsgespräch zum Urteil des Paris von Ernst Ludwig Kirchner

Datum 13.06.2016

Das Wil­helm-Hack-Mu­se­um in Lud­wigs­ha­fen am Rhein ver­an­stal­tet am 22. Ju­ni ein Po­di­ums­ge­spräch zu Ernst Lud­wig Kirch­ners Ge­mäl­de Ur­teil des Pa­ris von 1913. Ste­fan Kol­de­hoff (Kul­tur­re­dak­teur beim Deutsch­land­funk in Köln) und Fe­lix Krä­mer (Samm­lungs­lei­ter Kunst der Mo­der­ne beim Stä­del Mu­se­um in Frank­furt am Main) wid­men sich der Ge­ne­se des dop­pel­sei­tig be­mal­ten Ge­mäl­des Ur­teil des Pa­ris/Ba­den­de auf Feh­marn von Kirch­ner. Mo­de­riert wird die Ver­an­stal­tung von Ro­se-Ma­ria Gropp (Re­dak­teu­rin, Feuille­ton und Kunst­markt Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung).

Bei dem Ge­mäl­de Ur­teil des Pa­ris han­delt es sich um NS-Raub­kunst. Es war ur­sprüng­lich Teil der Samm­lung ex­pres­sio­nis­ti­scher Wer­ke des jü­di­schen Fa­bri­kan­ten Al­fred Hess und ge­lang­te auf Um­we­gen in das Lud­wigs­ha­fe­ner Mu­se­um. Mit der Er­bin des 1931 ver­stor­be­nen Hess konn­te sich das Mu­se­um dar­auf ei­ni­gen, dass das Bild am jet­zi­gen Stand­ort ver­bleibt, in­dem das Mu­se­um das Ge­mäl­de für ei­nen weit un­ter dem Markt­wert lie­gen­den Be­trag an­kauft.

Die Stadt ver­sucht der­zeit, un­ter an­de­rem über ei­ne Spen­den-Kam­pa­gne die Fi­nan­zie­rung zu si­chern. Sie konn­te da­für bis­lang die Kul­tur­stif­tung der Län­der und die Be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en ge­win­nen.

Ge­för­dert vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te klärt das Wil­helm-Hack-Mu­se­um seit April 2016 im Rah­men ei­nes For­schungs­pro­jekts die Her­kunft der vor 1945 ent­stan­de­nen Wer­ke in den Samm­lun­gen von Wil­helm Hack und der Stadt Lud­wigs­ha­fen auf.

In­for­ma­tio­nen zur Po­di­ums­dis­kus­si­on

Spen­den­auf­ruf des Wil­helm-Hack-Mu­se­ums