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Kunsthalle Karlsruhe erwirbt restituiertes Gemälde aus der Sammlung Mosse

Datum 29.06.2016

Die Staat­li­che Kunst­hal­le Karls­ru­he konn­te Karl Ble­chens „Blick auf das Klos­ter Sta. Sco­la­sti­ca bei Sub­ia­co“ (1832) er­wer­ben.

Bei dem Ge­mäl­de han­delt es sich um NS-Raub­kunst. Es zähl­te zum Ei­gen­tum des jü­di­schen Zei­tungs­ver­le­gers und Kunst­samm­lers Ru­dolf Mos­se (1843-1920) und wur­de 1934 aus dem Be­sitz sei­ner Toch­ter zwangs­ver­stei­gert. Die Kunst­hal­le kauf­te es 1969 von der Ga­le­rie Neu­meis­ter und iden­ti­fi­zier­te es nach ein­ge­hen­der Prü­fung 2014 als re­sti­tu­ti­ons­pflich­tig. Sie zeig­te dies ge­gen­über den Er­ben der Fa­mi­lie Mos­se und ih­ren An­wäl­ten an, gab das Ge­mäl­de zu­rück, bot aber an, es zu­rück­zu­kau­fen. Bis zur Ent­schei­dung blieb das Bild als Leih­ga­be in der Kunst­hal­le, die es nun­mehr recht­mä­ßig er­wor­ben hat.

Die Staat­li­che Kunst­hal­le Karls­ru­he hat­te 2015 ei­ne Son­der­prä­sen­ta­ti­on zur Ge­schich­te des Ge­mäl­des, zu sei­ner kom­ple­xen Pro­ve­ni­enz und zur Fa­mi­lie Mos­se in ih­rer Be­deu­tung für die Wei­ma­rer Re­pu­blik vor­ge­stellt. Ziel des Aus­stel­lungs­pro­jekts war es, die be­son­de­re Si­tua­ti­on ei­nes aus dem ei­ge­nen Mu­se­ums­be­stand be­reits re­sti­tu­ier­ten Wer­kes mit al­len Hin­ter­grün­den zu ver­mit­teln. Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te för­der­te die Son­deraus­stel­lung im Rah­men ei­nes kurz­fris­ti­gen Pro­jek­tes.

Pres­se­mit­tei­lung der Staat­li­chen Kunst­hal­le Karls­ru­he

Pro­jekt­be­schrei­bung

Karl Blechens Gemälde Blick auf das Kloster Sta. Scolastica bei Subiaco (1832) Karl Blechens Gemälde Blick auf das Kloster Sta. Scolastica bei Subiaco (1832) Karl Blechens Gemälde Blick auf das Kloster Sta. Scolastica bei Subiaco (1832) Quelle:  Staatliche Kunsthalle Karlsruhe