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Uwe M. Schneede: Provenienzforschung als dauerhafte Aufgabe betreiben

Datum 02.11.2016

Im­mer noch ge­be es zu we­nig fes­te Stel­len für Pro­ve­ni­enz­for­sche­rin­nen und -for­scher in den großen deut­schen Kunst­mu­se­en, stell­te Prof. Dr. Uwe M. Schnee­de, Vor­sit­zen­der des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te, auf ei­ner Sit­zung des Leip­zi­ger Krei­ses in Han­no­ver fest. Der Leip­zi­ger Kreis ist ein Zu­sam­menschluss von Di­rek­to­ren deut­scher Kunst­mu­se­en.

So hät­ten sich le­dig­lich sie­ben der an­dert­halb dut­zend in die­sem Kreis ver­tre­te­nen Mu­se­en die Her­kunfts­for­schung als dau­er­haf­te Auf­ga­be vor­ge­nom­men. Die­se For­schung müs­se aber aus Ver­ant­wor­tung ge­gen­über un­se­rer Ver­gan­gen­heit Prio­ri­tät ha­ben. Au­ßer­dem ap­pel­lier­te Schnee­de an die Mu­se­en, die für die Re­cher­chen un­ab­ding­ba­ren ei­ge­nen Ar­chi­ve bes­ser zu er­schlie­ßen und zu­gäng­lich zu ma­chen. Schließ­lich mach­te er dar­auf auf­merk­sam, dass in der Öf­fent­lich­keit viel­fach der Wunsch nach ge­naue­ren Her­kunfts­an­ga­ben zu den in den Mu­se­en aus­ge­stell­ten Kunst­wer­ken be­ste­he.