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Jüdisches Museum Berlin gibt Werk aus Sammlung Mosse zurück

Datum 24.10.2016

Das Jü­di­sche Mu­se­um Ber­lin gibt An­ton von Wer­ners Ölskiz­ze »Das Gast­mahl der Fa­mi­lie Mos­se« aus dem Jahr 1899 an die Er­ben von Fe­li­cia Lach­mann-Mos­se zu­rück. Die­se Re­sti­tu­ti­on ist das Er­geb­nis der sys­te­ma­ti­schen Über­prü­fung der Ge­mäl­de- und Skulp­tu­ren­samm­lung auf NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut. Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg un­ter­stützt die For­schungs­ar­bei­ten seit April 2015.

Fe­li­cia Lach­mann-Mos­se ist die Toch­ter des jü­di­schen Zei­tungs­ver­le­gers und Kunst­samm­lers Ru­dolf Mos­se (1843-1920). Die­ser hat zu Be­ginn des Jah­res 1899 dem Ma­ler und gleich­zei­ti­gem Di­rek­tor der Preu­ßi­schen Aka­de­mie der Küns­te, An­ton von Wer­ner, den Auf­trag er­teilt, ein groß­for­ma­ti­ges Bild von Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Freun­den in ei­ner ge­sel­li­gen Si­tua­ti­on an­zu­fer­ti­gen. Von Wer­ner übergab Mos­se im De­zem­ber 1899 nicht nur das Haupt­werk, son­dern auch al­le im Vor­feld an­ge­fer­tig­ten Skiz­zen. Die klein­for­ma­ti­ge Ölskiz­ze »Das Gast­mahl der Fa­mi­lie Mos­se« wur­de in der Trep­pen­hal­le im Erd­ge­schoss von Mos­ses Pa­lais am Leip­zi­ger Platz auf­ge­hängt und scheint dort min­des­tens bis zum Som­mer 1933 ge­blie­ben zu sein. 1934 wur­de es der Fa­mi­lie Lach­mann-Mos­se ent­zo­gen.

Pro­jekt­be­schrei­bung

»Das Gastmahl der Familie Mosse«, Anton von Werner, 1899, Öl auf Leinwand, 45 x 89,5 cm, Jüdisches Museum Berlin »Das Gastmahl der Familie Mosse«, Anton von Werner, 1899, Öl auf Leinwand, 45 x 89,5 cm, Jüdisches Museum Berlin »Das Gastmahl der Familie Mosse«, Anton von Werner, 1899, Öl auf Leinwand, 45 x 89,5 cm, Jüdisches Museum Berlin Quelle:  Jens Ziehe