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Restitution: Stiftung Preußischer Kulturbesitz findet faire und gerechte Lösung mit den Erben von Eugen Moritz Buchthal

Datum 16.08.2017

Die Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz (SPK) hat neun als NS-Raub­gut er­kann­te Wer­ke aus dem Kup­fer­stich­ka­bi­nett der Staat­li­chen Mu­se­en zu Ber­lin an die Er­ben des jü­di­schen Kleider­fa­bri­kan­ten und Kunst­samm­lers Eu­gen Mo­ritz Buch­t­hal zu­rück­ge­ge­ben. Ei­nes da­von - ei­ne Ra­die­rung von Ernst Lud­wig Kirch­ner - wur­de für das Kup­fer­stich­ka­bi­nett wie­der zu­rück­ge­kauft. Bei dem Bild han­delt es sich um ei­nen von Kirch­ner si­gnier­ten Pro­be­druck der Ra­die­rung „Feh­marn­häu­ser mit großem Baum“ von 1908.

Eu­gen Mo­ritz Buch­t­hal wur­de von den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ver­folgt. Vor sei­ner Flucht nach Lon­don ver­kauf­te er im Ja­nu­ar 1936 sei­ne Gra­fi­ken not­ge­drun­gen an die Ber­li­ner Ga­le­rie Nie­ren­dorf. Ei­ni­ge da­von wur­den noch im sel­ben Mo­nat von den Staat­li­chen Mu­se­en zu Ber­lin er­wor­ben.

Her­mann Par­zin­ger, Prä­si­dent der SPK, dank­te den Nach­fah­ren, dass sie den Rück­kauf der Kirch­ner-Ra­die­rung und da­mit ei­ne fai­re und ge­rech­te Lö­sung ge­mäß der Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en er­mög­licht ha­ben.

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