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Drei Kriegsverluste kehren in die Gemäldegalerie Alte Meister nach Dresden zurück

Datum 28.08.2017

Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister hat drei weitere seit 1945 vermisste Kunstwerke zurückerhalten. Die Gemälde aus dem 16. und 17. Jahrhundert tauchten 2016 im internationalen Kunsthandel auf. Nach der Einlieferung in Auktionshäuser konnten die Objekte in Zusammenarbeit zwischen Experten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und der Auktionshäuser Sotheby’s und Christie’s als Dresdner Kriegsverlust identifiziert werden. Das Porträt und die beiden Landschaftsbilder waren Ende des Zweiten Weltkrieges zusammen mit anderen Museumsbeständen an Bergungsorte ausgelagert worden und dann verschwunden. Wo die Bilder in den vergangenen Jahrzehnten bis zu ihrer Wiederentdeckung aufbewahrt wurden, sei bisher nicht bekannt.

Mit den Eigentümern, die die Werke einlieferten, konnten nach Angaben von Galeriedirektor Stephan Koja gütliche Einigungen erzielt werden.

Die drei Gemälde waren in der Lost-Art-Datenbank, die vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste betrieben wird, als Suchmeldung verzeichnet.

"Die Heimkehr der drei Gemälde ist ein schönes Beispiel dafür, dass Provenienzforschung den Museen auch helfen kann, Kunstwerke zurückzugewinnen. Und sie ist ein Beispiel dafür, welche Bedeutung Datenbanken wie zum Beispiel www.lostart.de haben“, sagte Gilbert Lupfer, Leiter der Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation bei der SKD und wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste.

Pressemitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Meldung zu "Reiterrast vor einer Hütte in Ruinen" in der Lost-Art-Datenbank

Meldung zu "Flusslandschaft mit Bergruine" in der Lost-Art-Datenbank

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August Querfurt, Reiterrast vor einer Hütte in Ruinen Öl auf Kupfer, 32 x 42,5 cm August Querfurt, Reiterrast vor einer Hütte in Ruinen