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Städtische Museen Wetzlar prüfen Sammlung Lemmers-Danforth – Zentrum unterstützt mit finanzieller Zuwendung

Datum 14.12.2017

Die Städ­ti­schen Mu­se­en Wetz­lar be­gin­nen zum 15. De­zem­ber ein lang­fris­ti­ges Pro­jekt zur Er­for­schung der Pro­ve­ni­enz von Ob­jek­ten aus der Samm­lung der Kin­derärz­tin Dr. Irm­gard Lem­mers-Dan­forth. Ge­för­dert wird dies vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg über ei­nen Zeit­raum von 18 Mo­na­ten.

Die Samm­lung von Lem­mers-Dan­forth ist ei­ne in den Jah­ren zwi­schen 1928 und 1984 zu­sam­men­ge­tra­ge­ne Pri­vat­samm­lung von Mö­beln und Kunst­hand­werk des 16.- 18. Jahr­hun­derts, die nach dem Tod der Samm­le­rin 1984 in den Be­sitz der Stadt Wetz­lar über­ging.

Ziel ist es, die Her­kunft der­je­ni­gen in der Samm­lung von Lem­mers-Dan­forth vor­han­de­nen Ob­jek­te, für die An­kaufs­do­ku­men­te feh­len und zu­gleich die An­ga­ben in der Se­kun­där­li­te­ra­tur lücken­haft sind, da­hin­ge­hend zu über­prü­fen, ob es sich um NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut („NS-Raub­gut“) han­delt.

Die Städ­ti­schen Mu­se­en Wetz­lar ha­ben be­reits zwei kurz­fris­ti­ge Pro­jek­te durch­ge­führt, bei de­nen kon­kre­te Ob­jek­te aus der Samm­lung von Lem­mers-Dan­forth z. B. auf­grund von Rück­ga­be­for­de­run­gen un­ter­sucht wor­den sind. Auch die­se bei­den Pro­jek­te för­der­te das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te. Trotz der bis­he­ri­gen Ar­bei­ten ist für zahl­rei­che Ob­jek­te der Samm­lung die Pro­ve­ni­enz im Hin­blick auf NS-Raub­gut wei­ter­hin lücken­haft und un­ge­klärt, wes­halb sich die Mu­se­en nun da­zu ent­schlos­sen ha­ben, die Samm­lung sys­te­ma­tisch auf­zu­ar­bei­ten.

Mu­se­en der Stadt Wetz­lar

Ansicht Innenhof Palais Papius Ansicht Innenhof Palais Papius Das Palais beherbergt die nach Dr. Irmgard von Lemmers-Danforth genannte Sammlung von Wohnkultur aus Renaissance und Barock. Quelle:  Städtische Sammlungen Wetzlar