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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste veröffentlicht Grundlinien zur Erforschung der Kulturgutentziehungen in SBZ und DDR

Datum 16.02.2017

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg hat auf sei­ner Web­si­te Grund­li­ni­en zur Er­for­schung von Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in der So­wje­ti­schen Be­sat­zungs­zo­ne (SBZ) und in der DDR (PDF, 58 KB) ver­öf­fent­licht.

Zur Vor­be­rei­tung die­ser Grund­li­ni­en wur­de un­ter Lei­tung des Zen­trums ei­ne Ar­beits­grup­pe ge­bil­det, die auch Ide­en für die Kon­fe­renz „Ent­zie­hun­gen von Kul­tur­gü­tern in SBZ und DDR“ vom 21. No­vem­ber 2016 in Ber­lin zu­sam­men­trug.

Es zeig­te sich, dass mehr als 25 Jah­re nach En­de der DDR die his­to­ri­schen Vor­gän­ge, Struk­tu­ren und Me­tho­den, die be­tei­lig­ten Be­hör­den und In­sti­tu­tio­nen so­wie die Ak­teu­re und ins­be­son­de­re auch die Op­fer bzw. Ge­schä­dig­ten des staat­lich be­trie­be­nen Ent­zugs von Kunst- und Kul­tur­gut zwi­schen 1945 und 1989 noch nicht aus­rei­chend sys­te­ma­tisch er­forscht wor­den sind.

Der grund­le­gen­de For­schungs­be­darf be­steht in der Re­kon­struk­ti­on der Auf­bau- und Ab­lau­f­or­ga­ni­sa­ti­on zur Ent­zie­hung und Ver­wer­tung von Kunst- und Kul­tur­gut in der DDR von der zen­tra­len über die be­zirk­li­che bis zur Krei­sebe­ne: Wel­che Par­tei- oder staat­li­che Lei­tung hat­te wel­che Ent­schei­dungs­be­fug­nis, wel­ches „Staats­or­gan“ führ­te die Ent­zie­hung durch, wel­cher staat­li­che Be­trieb wur­de mit dem Ver­kauf und der Er­lö­ser­wirt­schaf­tung be­auf­tragt und wel­che Rol­le spiel­ten Ex­per­ten aus dem Mu­se­ums-, Bi­blio­theks- und Uni­ver­si­täts­be­reich?

Wel­che ers­ten Maß­nah­men vor die­sem Hin­ter­grund zu­nächst vor­ge­se­hen sind, er­fah­ren Sie hier.