Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg: Einleger erzählen Geschichten von Raubgut-Büchern

Datum 17.02.2017

Die Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Ham­burg Carl von Os­sietz­ky hat Bü­cher, die ihr ge­stif­tet wur­den und bei de­nen es sich um NS-Raub­gut han­delt, mit Ein­le­gern ver­se­hen. Sie ent­hal­ten In­for­ma­tio­nen über die Ge­schich­te des je­wei­li­gen Ban­des und die ehe­ma­li­gen Ei­gen­tü­mer, de­nen sie durch das Na­zi­re­gime un­recht­mä­ßig ent­zo­gen wor­den sind.

Uwe M. Schnee­de, Vor­stand des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te, lobt das En­ga­ge­ment der Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Ham­burg: „Die Op­fer­bio­gra­phien und auch die Her­kunfts­an­ga­ben der Wer­ke so trans­pa­rent in den Be­stand zu in­te­grie­ren, un­ter­mau­ert den ver­ant­wor­tungs­vol­len Um­gang mit der ei­ge­nen Bi­blio­theks­ge­schich­te.“

Seit 2006 un­ter­sucht die Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Ham­burg in­ten­siv ih­re ei­ge­nen Be­stän­de auf NS-Raub­gut. Von 2009 bis 2013 hat sie die da­ma­li­ge Ar­beits­stel­le für Pro­ve­ni­enz­for­schung (jetzt: Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te) da­bei im Rah­men ei­ner Pro­jekt­för­de­rung un­ter­stützt. Aus dem ur­sprüng­li­chen Pro­jekt ist 2014 die an der Bi­blio­thek an­ge­sie­del­te Ar­beits­stel­le „Pro­ve­ni­enz­for­schung – NS-Raub­gut“ her­vor­ge­gan­gen, die Raub­gut­be­stän­de iden­ti­fi­ziert, ver­zeich­net und die Rück­ga­be an die recht­mä­ßi­gen Ei­gen­tü­mer bzw. de­ren Er­ben auf den Weg bringt.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Ar­beits­stel­le „Pro­ve­ni­enz­for­schung – NS-Raub­gut“ an der Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Ham­burg Carl von Os­sietz­ky

Einleger der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky Einleger der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky Quelle:  Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky