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Zentralinstitut für Kunstgeschichte restituiert 27 Bücher von August Liebmann Mayer an seine Erbin

Datum 12.01.2017

Das Zen­tral­in­sti­tut für Kunst­ge­schich­te (ZI) in Mün­chen hat 27 Bü­cher aus dem Be­sitz des jü­di­schen Kunst­his­to­ri­kers Au­gust Lieb­mann Mayer (1885 – 1944) an sei­ne Toch­ter An­ge­li­ka Mayer zu­rück­ge­ge­ben. Bei den Wer­ken han­delt es sich um NS-Raub­gut. Die Re­sti­tu­ti­on ist das Er­geb­nis ei­nes vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten For­schungs­pro­jekts.

Auf­grund sei­ner Ver­fol­gung durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten floh Au­gust Lieb­mann Mayer be­reits 1935 nach Frank­reich. 1944 wur­de er nach Aus­schwitz de­por­tiert und er­mor­det. Sei­ne Bi­blio­thek wur­de 1942 be­schlag­nahmt und nach Schloß Kogl aus­ge­la­gert, wo die Ame­ri­ka­ner sie fan­den und in den Cen­tral Col­lec­ting Point (CCP) nach Mün­chen ver­brach­ten. Der CCP übergab die Bü­cher am 3. Mai 1947 an die Bi­blio­thek des ge­ra­de ge­grün­de­ten Zen­tral­in­sti­tuts für Kunst­ge­schich­te.

An­ge­li­ka Mayer über­lässt die 27 Bü­cher der Bi­blio­thek des ZI. Sie ste­hen so­mit wei­ter­hin für die Be­nut­zung zur Ver­fü­gung. So­wohl ein Hin­weis im öf­fent­lich zu­gäng­li­chen On­line-Ka­ta­log des ZI als auch ein Hin­weis in den Bü­chern selbst er­in­nern an Mayers Schick­sal und die Her­kunft der Bü­cher.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Widmung an August Liebmann Mayer in einem der restituierten Bücher Widmung an August Liebmann Mayer in einem der restituierten Bücher Widmung an August Liebmann Mayer in einem der restituierten Bücher Quelle:  Zentralinstitut für Kunstgeschichte