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Liebieghaus veröffentlicht Digitorial zu Raubgut-Ausstellung

Datum 03.07.2017

Die Lie­bieg­haus Skulp­tu­ren­samm­lung in Frank­furt am Main hat zu ih­rer Raub­kunst-Aus­stel­lung „Ein­deu­tig bis zwei­fel­haft. Skulp­tu­ren und ih­re Ge­schich­ten (Er­wor­ben 1933–1945)“ ein Di­gi­to­ri­al ver­öf­fent­licht. In die­sem neu­en Ver­mitt­lungs­an­ge­bot wer­den mul­ti­me­dia­le Ein­bli­cke in die aus­ge­stell­ten Wer­ke, die Hin­ter­grund­ge­schich­te der Ob­jek­te und ent­eig­ne­ten Samm­ler ge­ge­ben.

„Das En­ga­ge­ment des Lie­bieg­hau­ses, die ei­ge­nen Be­stän­de auf ih­re Her­kunft zu un­ter­su­chen und die Er­geb­nis­se der For­schung auf so trans­pa­ren­te und in­no­va­ti­ve Wei­se dar­zu­stel­len, ist vor­bild­lich. Wir wün­schen uns, dass an­de­re Ein­rich­tun­gen die­sem Bei­spiel fol­gen“, sagt Gil­bert Lup­fer, Vor­stand des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te.

In der Aus­stel­lung setzt sich das Lie­bieg­haus mit sei­ner Samm­lungs- und Mu­se­ums­ge­schich­te in der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus und den wäh­rend die­ser Jah­re ge­tä­tig­ten Er­wer­bun­gen aus­ein­an­der. Die Aus­stel­lungs­er­geb­nis­se ba­sie­ren auf ei­nem For­schungs­pro­jekt, das das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg über ei­nen Zeit­raum von drei Jah­ren fi­nan­zi­ell un­ter­stützt. Das Pro­jekt läuft seit Mai 2015. Es er­schließt sys­te­ma­tisch die Her­kunft und Ge­schich­te von ca. 400 Wer­ken, bei de­nen ein Ver­dacht auf NS-Raub­gut nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann.

Das Di­gi­to­ri­al ist un­ter http://pro­ve­ni­enz.lie­bieg­haus.de/de ab­ruf­bar.

Pro­jekt­be­schrei­bung