Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Kunstmuseum Moritzburg Halle restituiert NS-Raubgut

Datum 05.07.2017

Das Kunst­mu­se­um Mo­ritz­burg in Hal­le (Saa­le) hat 17 Ge­gen­stän­de, bei de­nen es sich um NS-Raub­gut han­delt, re­sti­tu­iert.

Das Kon­vo­lut be­steht aus All­tags­ge­gen­stän­de wie Sil­ber­zan­gen und Ob­jek­te für ri­tu­el­le Zwe­cke wie Sab­bat­fei­ern. Die Ob­jek­te ge­lang­ten 1940 in den Be­stand des Kunst­mu­se­ums Mo­ritz­burg Hal­le.

Von Mai 2011 bis De­zem­ber 2013 för­der­te die Ar­beits­stel­le für Pro­ve­ni­enz­for­schung (jetzt: Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te) die sys­te­ma­ti­sche Su­che nach NS-Raub­gut in den ei­ge­nen Be­stän­den des Kunst­mu­se­ums Mo­ritz­burg.

Trotz in­ten­si­ver Re­cher­chen konn­ten die Ei­gen­tü­mer und da­mit auch die recht­mä­ßi­gen Er­ben nicht iden­ti­fi­ziert wer­den. Vor die­sem Hin­ter­grund wur­de mit der Je­wish Claims Con­fe­rence (JCC) und dem Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ver­ein­bart, dass das ge­sam­te Kon­vo­lut for­mal an die JCC (stell­ver­tre­tend für die nicht er­mit­tel­ten Ei­gen­tü­mer und de­ren Nach­fah­ren) re­sti­tu­iert wird und als Dau­er­leih­ga­be der JCC im Kunst­mu­se­um Mo­ritz­burg ver­bleibt.

* Unbekannter Goldschmied, Liegnitz, Schlesien: Jungfernbecher, Ende 17. Jahrhundert, Silber, getrieben, montiert, H. 18,5 cm Quelle:  Foto: Klaus E. Göltz