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Hannover restituiert Aquarell von Schmidt-Rottluff an Erben jüdischen Unternehmers

Datum 28.06.2017

Die Stadt Han­no­ver hat heu­te Karl Schmidt-Rott­luffs Aqua­rell „Marsch­land­schaft mit ro­tem Wind­rad (Das Wind­rad)“ (1922) an die Er­ben des jü­di­schen Fa­bri­kan­ten­paars Max und Ma­ga­re­the Rü­den­berg zu­rück­ge­ge­ben.
Die­sem war das Werk in der NS-Zeit un­recht­mä­ßig und ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­gen wor­den. Stell­ver­tre­tend für die Er­ben­ge­mein­schaft nach Rü­den­berg nah­men heu­te Pro­fes­sor Ver­non Reynolds, sein Sohn Dr. Ja­mes Reynolds so­wie sei­ne Toch­ter Isa­bel­la Reynolds das Bild im Neu­en Rat­haus ent­ge­gen. Die Stadt Han­no­ver folgt mit die­ser Re­sti­tu­ti­on ei­ner Emp­feh­lung der Be­ra­ten­den Kom­mis­si­on für die Rück­ga­be NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­ner Kul­tur­gü­ter vom An­fang die­sen Jah­res und er­kennt da­mit – zum Ab­schluss lang­jäh­ri­ger Re­cher­chen der Stadt zur Pro­ve­ni­enz – das Aqua­rell als NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut an.

Emp­feh­lung der Be­ra­ten­den Kom­mis­si­on (PDF, 223 KB)

* Hannover restituiert Aquarell von Schmidt-Rottluff an Erben jüdischen Unternehmers Auf dem Bild v.l.n.r.: Isabella Reynolds (Tochter von James Reynolds), Oberbürgemeister Stefan Schostok, Dr. James Reynolds (Sohn von Professor Vernon Reynolds), Professor Vernon Reynolds und dessen Nichte Vivien Minto Quelle:  Landeshauptstadt Hannover