Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

„Erstcheck“-Projekt in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt

Datum 09.03.2017

Der Mu­se­ums­ver­band in Meck­len­burg-Vor­pom­mern e. V. hat in sei­nen „Mit­tei­lun­gen“ (25 | 2016) das Pro­jekt „Pro­ve­ni­enz­for­schung in Meck­len­burg-Vor­pom­mern – Ein Erst­check“ vor­ge­stellt, das seit Au­gust 2016 läuft und vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te für zu­nächst zwei Jah­re fi­nan­zi­ell un­ter­stützt wird.

Ziel ist es, mit dem „Erst­check“ in aus­ge­wähl­ten klei­ne­ren und Re­gio­nal­mu­se­en ei­nen Teil der je­wei­li­gen Haus­ge­schich­te auf­zu­ar­bei­ten und fest­zu­stel­len, ob ein Ver­dacht auf NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nes Kul­tur­gut („NS-Raub­gut“) in den je­wei­li­gen Samm­lungs­be­stän­den vor­liegt. Mit dem „Erst­check“ kann dann der Be­darf an ei­ner wei­ter­ge­hen­den, lang­fris­ti­gen Pro­ve­ni­enz­for­schung er­mit­telt oder auch aus­ge­schlos­sen wer­den.

Im Fo­kus der „Erst­check“-Re­cher­che in Meck­len­burg-Vor­pom­mern steht Samm­lungs­gut, das jü­di­schen, kom­mu­nis­ti­schen, so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen, ka­tho­li­schen oder an­de­ren Ei­gen­tü­mern wäh­rend der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus zwi­schen 1933 und 1945 un­recht­mä­ßig ent­zo­gen wur­de und spä­ter in die Samm­lung der Mu­se­en ge­riet.

Mit­tei­lun­gen des Mu­se­ums­ver­ban­des in Meck­len­burg-Vor­pom­mern e. V.