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Bayerische Staatsbibliothek restituiert 67 Werke

Datum 27.09.2017

Die Baye­ri­sche Staats­bi­blio­thek (BSB) hat 67 Ti­tel aus dem ehe­ma­li­gen Be­sitz des „Ver­eins ka­tho­li­scher Re­li­gi­ons­leh­rer an den hö­he­ren Lehr­an­stal­ten Bay­erns“ an des­sen Nach­fol­ge­or­ga­ni­sa­ti­on, den „Ver­band der ka­tho­li­schen Re­li­gi­ons­leh­rer und Re­li­gi­ons­leh­re­rin­nen an den Gym­na­si­en in Bay­ern e.V.“ (KRGB) zu­rück­ge­ge­ben.

Nach­dem sich der Ver­ein dem Druck zur „Gleich­schal­tung“ so lan­ge wie mög­lich wi­der­setzt hat­te, wur­de er 1938 vom NS-Re­gime auf­ge­löst und sein Be­sitz li­qui­diert. Das da­ma­li­ge baye­ri­sche Kul­tus­mi­nis­te­ri­um bot die Ver­eins­bi­blio­thek 1938 der Baye­ri­schen Staats­bi­blio­thek an, die ins­ge­samt 110 Ti­tel aus­wähl­te und in ih­ren Be­stand über­nahm. An­hand der über­lie­fer­ten Zu­gangs­lis­te konn­ten noch 67 Ti­tel aus die­ser Lis­te im Be­stand der BSB iden­ti­fi­ziert wer­den.

Die Baye­ri­sche Staats­bi­blio­thek be­treibt seit 2003 ak­tiv Pro­ve­ni­enz­for­schung. Seit 2013 un­ter­stützt das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te die Re­cher­che­ar­bei­ten im Rah­men ei­ner Pro­jekt­för­de­rung.

Pro­jekt­be­schrei­bung