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Museumsberg Flensburg zeigt Ausstellung zur Provenienzforschung

Datum 17.04.2019

Der Mu­se­ums­berg Flens­burg prä­sen­tiert noch bis An­fang Ju­ni 2019 Er­geb­nis­se sei­ner Pro­ve­ni­enz­for­schung in ei­ner Aus­stel­lung im Hans-Chris­tian­sen-Haus. Die Aus­stel­lung „Wem ge­hört die Kunst?“ be­ruht auf Er­geb­nis­sen ei­nes drei­jäh­ri­gen For­schungs­pro­jek­tes, das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in Mag­de­burg un­ter­stützt wur­de.

Der Mu­se­ums­berg hat mit die­sem Pro­jekt Be­stän­de sei­ner Samm­lung, bei de­nen es ei­nen Ver­dacht auf NS-Raub­gut ga­be, ei­ner um­fas­sen­den, sys­te­ma­ti­schen Prü­fung un­ter­zo­gen und die Pro­ve­ni­en­zen re­le­van­ter Ob­jek­te er­forscht.

Der wäh­rend der NS-Zeit am­tie­ren­de Di­rek­tor des Mu­se­ums­bergs – Fritz Fugl­sang (Amts­zeit: 1928-1961) – sam­mel­te auch wäh­rend­des­sen ge­zielt wei­ter. Da er nur über sehr be­grenz­te Mit­tel ver­füg­te, wa­ren die meis­ten Neu­er­wer­bun­gen der Jah­re 1933 bis 1945 Schen­kun­gen oder An­käu­fe bei Flens­bur­ger Pri­vat­per­so­nen. Ab 1937 fie­len je­doch ei­ne Rei­he An­käu­fe un­ge­wöhn­lich wert­vol­ler Ob­jek­te oder Samm­lun­gen bei Kunst­händ­lern in Ber­lin, Leip­zig, Ham­burg, Wien und Pa­ris auf, dar­un­ter meh­re­re Kon­vo­lu­te Zeich­nun­gen Al­ter Nie­der­län­der. Wo­her die Mit­tel für die­se An­käu­fe stamm­ten, ist un­klar. Die­se Ver­dachts­mo­men­te ga­ben An­lass für die ge­naue­re Über­prü­fung der Be­stän­de.

Der Fo­kus des For­schungs­pro­jekts lag auf den Er­wer­bun­gen wäh­rend der NS-Zeit. In ei­nem ab Mai 2019 be­gin­nen­den wei­te­ren Pro­jekt wer­den die An­käu­fe nach 1945 un­ter­sucht.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu der Aus­stel­lung „Wem ge­hört die Kunst?" fin­den Sie hier.

Pro­jekt­be­schrei­bung