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Bomann-Museum Celle eröffnet Sonderausstellung zu Provenienzforschung

Datum 09.07.2019

Das Bo­mann-Mu­se­um Cel­le hat sei­ne Son­deraus­stel­lung „Su­che nach Her­kunft – NS-Raub­kust im Bo­mann-Mu­se­um?!“ er­öff­net. Noch bis zum 29. März 2020 wird Be­su­che­rin­nen und Be­su­chern ein Über­blick über wich­ti­ge Er­geb­nis­se aus drei Jah­ren For­schungs­ar­beit ge­ge­ben.

Die Aus­stel­lung be­leuch­tet so­wohl die Zu­gän­ge aus lo­ka­lem jü­di­schem Be­sitz nach 1933 als auch Er­wer­bun­gen aus dem Kunst­han­del, ins­be­son­de­re bei Hans W. Lan­ge in Ber­lin. Dar­un­ter konn­ten bis­her meh­re­re Ob­jek­te iden­ti­fi­ziert wer­den, die in­fol­ge des sys­te­ma­ti­schen NS-Kunst­raubs in Eu­ro­pa ent­eig­net wur­den, un­ter an­de­rem in den Nie­der­lan­den und Frank­reich. Zwei 1943 er­wor­be­ne Ge­mäl­de ge­hör­ten zu­vor zur Samm­lung des Hit­ler-Fo­to­gra­fen Hein­rich Hoff­mann. Die­se und wei­te­re Fäl­le so­wie die Re­cher­che­we­ge kön­nen in der Aus­stel­lung nach­voll­zo­gen wer­den.

„Die Er­geb­nis­se des For­schungs­pro­jekts des Bo­mann-Mu­se­ums in Cel­le ha­ben bei­spiel­haft und ein­drucks­voll auf­ge­zeigt, wie ein Mu­se­um in ei­ner ehe­ma­li­gen Re­si­denz­stadt mit nicht mehr als 40 000 Ein­woh­nern die sich wäh­rend der NS-Herr­schaft bie­ten­den viel­fäl­ti­gen Ge­le­gen­hei­ten nutz­te, um so­wohl im lo­ka­len Um­feld als auch in Ber­lin oder in den be­setz­ten Ge­bie­ten Ob­jek­te für sei­ne Samm­lun­gen zu er­lan­gen“, Uwe Hart­mann, Lei­ter des Fach­be­reichs Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te in sei­nem Gruß­wort zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung.

Seit März 2016 er­forscht das Bo­mann-Mu­se­um mit Un­ter­stüt­zung des Zen­trums die Her­kunft sei­ner Samm­lungs­zu­gän­ge aus der NS-Zeit.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Web­si­te des Bo­mann-Mu­se­ums