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Bayern restituiert NS-Raubkunst

Datum 26.07.2019

Die Baye­ri­schen Staats­ge­mäl­des­amm­lun­gen, das Baye­ri­sche Na­tio­nal­mu­se­um und die Staat­li­chen Gra­phi­schen Samm­lung Mün­chen re­sti­tu­ie­ren neun Kunst­wer­ke aus dem ur­sprüng­li­chen Ei­gen­tum des Ehe­paa­res Ju­li­us und Se­ma­ya Fran­zis­ka Da­vid­sohn an de­ren Er­ben.

Bei den Kunst­wer­ken han­delt es sich um fünf Ge­mäl­de, drei Farb­sti­che und ei­ne Holz­ta­fel mit El­fen­bein­re­li­efs. Sie ge­lang­ten 1955 über den sog. Cen­tral Col­lec­ting Point am Kö­nigs­platz in die Samm­lun­gen der Mu­se­en. Im Zu­ge der Pro­ve­ni­enz­for­schung der Baye­ri­schen Staats­ge­mäl­des­amm­lun­gen und des Baye­ri­schen Na­tio­nal­mu­se­ums wur­de er­mit­telt, dass die Kunst­wer­ke der jü­di­schen Fa­mi­lie Da­vid­sohn im No­vem­ber 1938 im Rah­men ei­ner staat­li­chen Kunst­rau­bak­ti­on von der Ge­sta­po be­schlag­nahmt wur­den. Bei­de Ehe­leu­te wur­den wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger The­re­si­en­stadt de­por­tiert, wo sie ver­star­ben.

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te hat in der Ver­gan­gen­heit al­le drei ge­nann­ten Ein­rich­tun­gen bei ih­rer Pro­ve­ni­enz­for­schung un­ter­stützt. Sechs der neun Wer­ke sind in der vom Zen­trum be­trie­be­nen und öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Lost Art-Da­ten­bank als Fund­mel­dun­gen ver­zeich­net.

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