Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Provenienzforschung im Stadtmuseum Kaufbeuren

Datum 15.10.2019

Das Stadt­mu­se­um Kauf­be­u­ren hat mit der sys­te­ma­ti­schen Un­ter­su­chung sei­ner Be­stän­de auf NS-Raub­gut be­gon­nen. Un­ter­stützt wird es da­bei vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te für drei Jah­re.

Bis 2021 wird die Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin Li­sa Kü­g­le mit Un­ter­stüt­zung des Kunst­his­to­ri­kers Horst Keß­ler die Samm­lungs­er­wer­bun­gen des Stadt­mu­se­ums aus den Jah­ren 1932 bis 1964 er­for­schen. Der­zeit wer­den die­je­ni­gen Ob­jek­te be­trach­tet, die zwi­schen 1933 und 1945 in den Mu­se­ums­be­stand ein­ge­gan­gen sind. Auf­schluss dar­über ge­ben auch Er­wer­bungs­ak­ten aus dem Stadt­ar­chiv Kauf­be­u­ren.

Ers­te Ver­dachts­mo­men­te be­ste­hen be­reits, et­wa beim An­kauf von drei Gra­fi­ken des Kauf­be­u­rer Ra­die­rers Da­niel Hop­fer im Mün­che­ner Ver­stei­ge­rungs­haus Adolf Wein­mül­ler. Im Rah­men der Son­deraus­stel­lung „Kauf­be­u­ren un­term Ha­ken­kreuz. Ei­ne Stadt geht auf Spu­ren­su­che“, die En­de Ok­to­ber 2019 er­öff­net, wird das For­schungs­pro­jekt und der An­kauf beim Auk­ti­ons­haus Wein­mül­ler eben­falls kurz vor­ge­stellt.

Dem Pro­jekt vor­aus­ge­gan­gen war ein ei­ne Erst-Check durch Pro­ve­ni­enz­for­sche­rin­nen der Lan­des­stel­le für die nicht­staat­li­chen Mu­se­en in Bay­ern im Ju­li 2018. Rund 200 Ob­jek­te aus dem Zeit­raum 1932-1964 mit zwei­fel­haf­ten Pro­ve­ni­en­zen wur­den er­mit­telt. Die­se ers­ten Er­geb­nis­se wa­ren der An­lass da­für, ein lang­fris­ti­ges Pro­jekt zur sys­te­ma­ti­schen Er­schlie­ßung der ei­ge­nen Be­stän­de zu be­an­tra­gen.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Stadt­mu­se­um Kauf­be­u­ren

Die Kulturwissenschaftlerin Lisa Kügle untersucht Objekte in der Sammlung des Museums, die im Zeitraum von 1933-1945 angekauft oder geschenkt wurden. Die Kulturwissenschaftlerin Lisa Kügle untersucht Objekte in der Sammlung des Museums, die im Zeitraum von 1933-1945 angekauft oder geschenkt wurden. Die Kulturwissenschaftlerin Lisa Kügle untersucht Objekte in der Sammlung des Museums, die im Zeitraum von 1933-1945 angekauft oder geschenkt wurden. Quelle:  Stadtmuseum Kaufbeuren