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Sonderausstellung: Städtisches Museum Göttingen präsentiert aktuelle Ergebnisse der Provenienzforschung

Datum 08.09.2019

Das Städ­ti­sche Mu­se­um Göt­tin­gen hat heu­te sei­ne Son­deraus­stel­lung „Un­ter Ver­dacht“ er­öff­net. Noch bis zum 8. De­zem­ber zeigt sie ers­te Er­geb­nis­se ei­nes Pro­jek­tes zur Pro­ve­ni­enz­for­schung, das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­dert wird.

Die Klä­rung der Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se bei Ob­jek­ten, die der jü­di­schen Be­völ­ke­rung un­recht­mä­ßig ent­zo­gen wur­den, steht da­bei im Mit­tel­punkt. Auch Ein­lie­fe­run­gen der Göt­tin­ger Frei­mau­rer­lo­ge und Stu­den­ten­ver­bin­dun­gen, die in der NS-Zeit ver­bo­ten wa­ren, wer­den er­forscht.

„Das Göt­tin­ger Mu­se­um pro­fi­tier­te in um­fang­rei­chem Ma­ße von der Aus­beu­tung der jü­di­schen Be­völ­ke­rung durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten. Mit die­ser Son­deraus­stel­lung ar­bei­tet die Stadt ih­re ei­ge­ne Ge­schich­te wäh­rend der NS-Zeit auf und be­kennt sich zu ih­rer Ver­ant­wor­tung“, sag­te Uwe Hart­mann in sei­nem Gruß­wort an­läss­lich der Aus­stel­lungs­er­öff­nung.

In dem vom Zen­trum ge­för­der­ten Pro­jekt wird die Her­kunft von knapp 6.000 Ob­jek­ten un­ter­sucht, die das Mu­se­um zwi­schen 1933 bis 1945 er­wor­ben hat und bei de­nen ein Ver­dacht auf NS-Raub­gut nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Aus­stel­lung

Pro­jekt­be­schrei­bung