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LWL-Museum für Kunst und Kultur produziert Film zu Provenienzforschung

Datum 16.09.2019

Das LWL-Mu­se­um für Kunst und Kul­tur in Müns­ter hat ei­nen Film ver­öf­fent­licht, in dem es über sei­ne Ar­beit im Be­reich der Pro­ve­ni­enz­for­schung in­for­miert und an­hand ei­ner fik­ti­ven Her­kunfts­ge­schich­te bei­spiel­haft er­läu­tert, wie die­se For­schungs­ar­beit funk­tio­niert. Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te un­ter­stützt das Mu­se­um seit Au­gust 2018 bei der sys­te­ma­ti­schen Prü­fung sei­ner Samm­lungs­be­stän­de in ei­nem zwei­jäh­ri­gen Pro­jekt, des­sen Ar­beit sich in dem Film wi­der­spie­gelt. Der Film wur­de je­doch nicht vom Zen­trum fi­nan­ziert.

„Mit der Pro­duk­ti­on ei­nes sol­chen Films er­reicht das LWL-Mu­se­um nicht mehr nur die Pro­ve­ni­enz­for­schung, son­dern auch ein brei­te­res Pu­bli­kum. Da­mit leis­tet das Mu­se­um ei­nen we­sent­li­chen Bei­trag zur für die Pro­ve­ni­enz­for­schung so wich­ti­gen Ver­mitt­lungs­ar­beit“, sagt Gil­bert Lup­fer, wis­sen­schaft­li­cher Vor­stand des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te.

Das Pro­jekt zur Pro­ve­ni­enz­for­schung am LWL-Mu­se­um be­fasst sich mit den An­käu­fen für die Ga­le­rie der Mo­der­ne des Hau­ses. Die­se wur­de in den 1950er Jah­ren maß­geb­lich un­ter den Di­rek­to­ren Walt­her Grei­schel (im Amt von 1946 bis 1954) und Hans Eich­ler (im Amt von 1956 bis 1971) auf- und aus­ge­baut. Die di­rek­ten Er­werbs­quel­len sind bei An­kauf ge­wis­sen­haft im In­ven­tar­buch ver­merkt wor­den, nach Vor­be­sit­zern vor und wäh­rend der NS-Zeit wur­de hin­ge­gen sel­ten ge­fragt. Ziel des Pro­jek­tes ist es da­her, die Lücken in der Her­kunft der Wer­ke sys­te­ma­tisch auf­zu­ar­bei­ten.

Pro­ve­ni­enz­for­schung im LWL-Mu­se­um für Kunst und Kul­tur