Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Projekt der SUB Hamburg geht in die zweite Phase

Datum 07.08.2020

Das For­schungs­pro­jekt zu NS-Raub­gut in den Son­der­samm­lun­gen der Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Ham­burg hat am 1. Au­gust 2020 mit sei­ner zwei­ten Pro­jekt­pha­se be­gon­nen.

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te, das das Pro­jekt seit Au­gust 2018 för­dert, hat im Früh­jahr den An­trag der Bi­blio­thek be­wil­ligt, die Pro­ve­ni­enz­for­schung bis 2022 fort­zu­set­zen.

Ziel die­ses Pro­jek­tes ist es, die Er­wer­bun­gen aus den Jah­ren 1933 bis 1945 für die Son­der­samm­lun­gen sys­te­ma­tisch auf NS-Raub­gut zu un­ter­su­chen und be­kann­te Ver­dachts­fäl­le trans­pa­rent auf­zu­ar­bei­ten. Da­bei han­delt es sich um um­fang­rei­che Au­to­gra­phen­samm­lun­gen, aber auch um Nach­läs­se, Kar­ten, Druck­gra­phik, sel­te­ne Bü­cher und al­te Dru­cke. Sie wur­den großen­teils an­ti­qua­risch an­ge­kauft, zum Teil auch über staat­li­che In­sti­tu­tio­nen be­zo­gen oder von Pri­vat­per­so­nen über­nom­men.

2019 konn­ten im Rah­men die­ses Pro­jekts Bü­cher an die Er­bin des Fon­ta­ne-Pa­ten­sohns Hans Stern­heim zu­rück­ge­ge­ben wer­den; bis 2022 sei­en laut SUB Ham­burg wei­te­re Re­sti­tu­tio­nen ge­plant.

Die SUB Ham­burg sucht be­reits seit 2006 nach NS-Raub­gut in ih­ren Be­stän­den und ist da­bei schon 2009 bis 2013 von der Ar­beits­stel­le für Pro­ve­ni­enz­for­schung – ei­ner der bei­den Vor­gän­ger­ein­rich­tun­gen des Zen­trums – fi­nan­zi­ell un­ter­stützt wor­den.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Blog­bei­trag der SUB Ham­burg