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Deutsches Optisches Museum Jena startet Projekt „INSIGHT D.O.M.“

Datum 24.02.2020

Das Deut­sche Op­ti­sche Mu­se­um (D.O.M.) in Je­na hat mit Un­ter­stüt­zung des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te ein Pro­jekt be­gon­nen, in dem ca. 1.700 Ob­jek­te, die zwi­schen 1933 und 1945 in den Mu­se­ums­be­stand ge­kom­men sind, auf ih­re Her­kunft un­ter­sucht wer­den sol­len.

Ziel des Pro­jek­tes „IN­SIGHT D.O.M.“ ist es, die ei­ge­ne Samm­lung trans­pa­rent und sys­te­ma­tisch nach NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nen Ob­jek­ten zu er­for­schen, die Er­geb­nis­se der Öf­fent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren und sich mit der ei­ge­nen In­sti­tu­ti­ons­ge­schich­te aus­ein­an­der­zu­set­zen. Zu den Ob­jek­ten zäh­len Bril­len, Mi­kro­sko­pe, astro­no­mi­sche In­stru­men­te, Ka­me­ra­tech­nik, aber auch Kunst­ge­gen­stän­de wie Ge­mäl­de, Guck­kas­ten­bil­der so­wie Fo­to­gra­fi­en und Gra­fi­ken. Das For­schungs­pro­jekt dient auch da­zu, Stra­te­gi­en und Sys­te­ma­ti­ken in der Pro­ve­ni­enz­for­schung zu ent­wi­ckeln, die für die Iden­ti­fi­zie­rung von Raub­gut tech­ni­schen Cha­rak­ters als Mo­dell für an­de­re wis­sen­schaft­lich-tech­ni­sche Mu­se­ums­samm­lun­gen die­nen kann.

An­lass für die Pro­ven­ienz­re­cher­che ist die für das Jahr 2023 ge­plan­te Neu­aus­rich­tung des Mu­se­ums, das ei­ne sys­te­ma­ti­sche Auf­ar­bei­tung der Samm­lungs­ge­schich­te um­fasst.

Beim D.O.M. han­delt es sich um ei­nes der ers­ten na­tur­wis­sen­schaft­lich-tech­ni­schen Mu­se­en – zu­dem in pri­va­ter Trä­ger­schaft –, das sei­ne Be­stän­de sys­te­ma­tisch auf NS-Raub­gut er­forscht.

Pro­jekt­be­schrei­bung

Je­na TV be­rich­tet über Pro­jekt­start