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Museum für Angewandte Kunst Köln beginnt mit der Suche nach NS-Raubgut

Datum 15.07.2020

Das Mu­se­um für An­ge­wand­te Kunst Köln (MAKK) hat heu­te mit ei­nem Pro­jekt zur Pro­ve­ni­enz­for­schung im Be­reich „NS-Raub­gut“ be­gon­nen, das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te für zwei Jah­re ge­för­dert wird.

Ziel des Pro­jekts ist es, erst­mals die Her­kunfts­ge­schich­te al­ler 396 Ob­jek­te, die dem MAKK zwi­schen 1933 und 1940 zu­ge­gan­gen sind, sys­te­ma­tisch zu un­ter­su­chen. Bei den Ob­jek­ten han­delt es sich ins­be­son­de­re um Fa­yencen, Por­zel­lan, Glä­ser und Mö­bel, für die im Fal­le ei­nes NS-ver­fol­gungs­be­ding­ten Ent­zugs ei­ne „ge­rech­te und fai­re Lö­sung“ mit den recht­mä­ßi­gen Ei­gen­tü­mern ge­fun­den wer­den soll.

Im Rah­men der Neu­kon­zep­ti­on der His­to­ri­schen Schau­samm­lun­gen des Mu­se­ums für An­ge­wand­te Kunst Köln wur­den be­reits seit 2018 ers­te Über­prü­fun­gen ein­zel­ner Wer­ke vor­ge­nom­men, aus de­nen sich ver­schie­de­ne Ver­dachts­mo­men­te er­ge­ben ha­ben. Bei­spiels­wei­se lie­gen Er­kennt­nis­se zu ei­nem De­ckel­po­kal vor, der dem Mu­se­um 1938 ge­stif­tet wor­den war. Die bis­he­ri­gen Er­geb­nis­se zur Her­kunft die­ses Re­naissance-Be­chers sind un­ter www.makk.de/Pro­ve­ni­enz­for­schung ver­öf­fent­licht. Die Ar­bei­ten zu die­sem Ob­jekt wer­den in dem Pro­jekt ver­tieft.