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Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern veröffentlicht Tätigkeitsbericht 2019

Datum 07.05.2020

Der For­schungs­ver­bund Pro­ve­ni­enz­for­schung Bay­ern (FPB) hat sei­nen Jah­res­be­richt 2019 ver­öf­fent­licht. Der Be­richt gibt ei­nen Über­blick über die For­schungs­ar­beit und Pro­jek­te der 22 be­tei­lig­ten In­sti­tu­tio­nen, dar­un­ter 15 Mit­glie­der und sie­ben Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner, die sich mit der Ge­schich­te von mut­maß­lich ge­raub­ten Kunst- und Kul­tur­gü­tern be­fas­sen.

362 Ob­jek­te wie Ge­mäl­de, Gra­fi­ken, Kunst­hand­werk, Bü­cher und Mu­sik­in­stru­men­te aus baye­ri­schen Ein­rich­tun­gen konn­ten im Jahr 2019 durch die Ar­beit des For­schungs­ver­bun­des Pro­ve­ni­enz­for­schung Bay­ern (FPB) re­sti­tu­iert wer­den. So er­hiel­ten Nach­fah­ren bei­spiels­wei­se Sil­ber­ob­jek­te wie Leuch­ter, Kel­che und ein Ge­würz­ge­fäß, ge­rahm­te El­fen­bein­re­li­efs oder Zeich­nun­gen und Ge­mäl­de zu­rück.

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te hat zahl­rei­che der im Be­richt ge­nann­ten Pro­jek­te fi­nan­zi­ell un­ter­stützt. Au­ßer­dem ha­ben baye­ri­sche Mu­se­en und Bi­blio­the­ken dem Be­richt zu­fol­ge im ver­gan­ge­nen Jahr über 120 Ob­jek­te oder Ob­jekt­grup­pen, bei de­nen ein be­grün­de­ter Ver­dacht auf Raub­kunst be­steht, der Lost Art-Da­ten­bank ge­mel­det. Sie wird vom Zen­trum be­trie­ben und ist öf­fent­lich zu­gäng­lich.

Der Ver­bund ver­netzt seit 2015 al­le baye­ri­schen öf­fent­li­chen Stel­len mit­ein­an­der, die in be­son­de­rer Wei­se mit der Pro­ve­ni­enz­for­schung be­fasst sind, um durch den Aus­tausch von Wis­sen und Er­fah­rungs­wer­ten Syn­er­gie­ef­fek­te zu schaf­fen.

Ähn­li­che Ver­bün­de gibt es auch in Nie­der­sach­sen und in Hes­sen.

Tä­tig­keits­be­richt 2019 des For­schungs­ver­bunds Pro­ve­ni­enz­for­schung Bay­ern (PDF, 4 MB)

For­schungs­ver­bund Pro­ve­ni­enz­for­schung Bay­ern