Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Sonderausstellung zur Provenienzforschung in den Städtischen Museen Wetzlar eröffnet

Datum 20.11.2020

Die Städ­ti­schen Mu­se­en Wetz­lar ha­ben heu­te ih­re Son­deraus­stel­lung „Her­kunft un­be­kannt? Pro­ve­ni­enz­for­schung in der Samm­lung Lem­mers-Dan­forth“ er­öff­net. Noch min­des­tens bis zum En­de kom­men­den Jah­res­zeigt die Aus­stel­lung die Er­geb­nis­se ei­nes Pro­jek­tes, das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te für drei Jah­re ge­för­dert wur­de. 

Die Samm­lung Lem­mers-Dan­forth in den Städ­ti­schen Mu­se­en Wetz­lar ist die zwi­schen ca. 1930 und 1984 ent­stan­de­ne ehe­ma­li­ge Pri­vat­samm­lung der Wetz­la­rer Kin­derärz­tin Dr. Irm­gard von Lem­mers-Dan­forth.  Sie um­fasst 435 Ein­ze­l­ob­jek­te und wird seit 1967 im Pa­lais Pa­pi­us prä­sen­tiert. Die Samm­lung ging 1984 mit dem Ab­le­ben der Samm­le­rin Dr. Irm­gard von Lem­mers-Dan­forth in den Be­sitz der Stadt Wetz­lar über.

Spä­tes­tens seit den ers­ten Re­sti­tu­ti­ons­fäl­len An­fang 2001 wur­de deut­lich, dass die Samm­le­rin ih­re Samm­lungs­stücke zum Teil auch auf Auk­tio­nen er­warb, auf de­nen Kunst­wer­ke und Kunst­hand­werk aus wäh­rend des NS-Re­gimes ent­eig­ne­tem jü­di­schen Be­sitz ver­stei­gert wur­den. Im Lau­fe der Jah­re mehr­ten sich die An­fra­gen, so dass Pro­ve­ni­enz­for­schun­gen nicht nur zu den an­ge­frag­ten und re­sti­tu­ier­ten Wer­ken, son­dern zur kom­plet­ten Samm­lung sei­tens der Stadt für sinn­voll und er­for­der­lich er­ach­tet wur­de, um ins­ge­samt ge­naue­re In­for­ma­tio­nen und Klar­heit über die Her­kunft der Samm­lungs­stücke zu er­hal­ten.

Die Pro­jek­t­er­geb­nis­se wer­den nun in der Aus­stel­lung von In­for­ma­ti­ons­s­te­len im Pa­lais Pa­pi­us und dem be­glei­ten­den Ka­ta­log prä­sen­tiert.

Pro­jekt­be­schrei­bung