Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Deutsches Zentrum Kulturgutverluste lädt zur Herbstkonferenz 2020

Datum 12.10.2020

Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te wid­met sich seit sei­ner Grün­dung 2015 auch den Kul­tur­gut­ent­zie­hun­gen in der So­wje­ti­schen Be­sat­zungs­zo­ne (SBZ) und in der DDR. 2016 be­fass­te sich be­reits ei­ne Herbst­kon­fe­renz mit die­sem The­ma; 2017 be­schloss dann der Stif­tungs­rat des Zen­trums, Grund­la­gen­for­schung in die­sem Be­reich zu er­mög­li­chen. 30 Jah­re nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung ist es nun an der Zeit, bis­her Er­reich­tes zu bi­lan­zie­ren, Mach­ba­res aus­zu­lo­ten und nächs­te Zie­le zu for­mu­lie­ren. Mit der dies­jäh­ri­gen Herbst­kon­fe­renz am 30. No­vem­ber 2020 möch­te das Zen­trum die Ge­le­gen­heit da­zu bie­ten. Die Kon­fe­renz­bei­trä­ge rich­ten den Blick haupt­säch­lich auf den Bin­nen- und Au­ßen­han­del der DDR mit Kunst und An­ti­qui­tä­ten. Da­bei in­ter­es­siert des­sen Wech­sel­wir­kung mit der staat­li­chen Mu­se­umspo­li­tik eben­so wie sei­ne Über­la­ge­rung mit Un­rechts­kon­tex­ten und sei­ne in­ter­na­tio­na­le Reich­wei­te.

Die Kon­fe­renz wird vor dem Hin­ter­grund der Co­ro­na-Pan­de­mie oh­ne Prä­senz-Pu­bli­kum statt­fin­den und nur di­gi­tal über­tra­gen (li­ve auf www.kul­tur­gut­ver­lus­te.de und auf dem You­Tu­be-Ka­nal: Kul­tur­gut­ver­lus­te/ Ger­man Lost Art Foun­da­ti­on). Sie wird zu­dem auf der Web­si­te des Zen­trums im Be­reich Ver­an­stal­tungs­do­ku­men­ta­ti­on nach­ge­hal­ten.

Bit­te mel­den Sie sich vor­her an. An­mel­de­frist: 20. No­vem­ber 2020.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Kon­fe­renz "'VEB Kunst' – Kul­tur­gut­ent­zug und Han­del in der DDR" am 30. No­vem­ber 2020

Am Abend vor der Kon­fe­renz geht ei­ne Po­di­ums­dis­kus­si­on der Fra­ge nach, wo wir der­zeit mit der his­to­ri­schen, ju­ris­ti­schen und ge­sell­schaft­li­chen Auf­ar­bei­tung des Kul­tur­gut­ent­zugs in der DDR ste­hen. Ist Rechts­frie­den ge­schaf­fen oder sind Chan­cen ver­passt wor­den? Ist mit der Be­ar­bei­tung von Rück­über­tra­gungs­an­trä­gen ab 1990 nun­mehr ein Punkt er­reicht, strit­ti­ge Fäl­le als er­le­digt zu be­trach­ten und al­les zu den Ak­ten zu le­gen? Bleibt die Be­schäf­ti­gung mit pri­va­ten Kul­tur­gut­ver­lus­ten in SBZ und DDR künf­tig rein aka­de­mi­sche For­schung? Oder hat der Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel in Mu­se­en, Bi­blio­the­ken, Ar­chi­ven und öf­fent­li­chen Ver­wal­tun­gen ei­nen ganz neu­en Im­puls zur Auf­ar­bei­tung mit sich ge­bracht? Was könn­te und was soll­te als Auf­ga­be vor uns lie­gen? Als Me­di­en­part­ner fun­giert der Mit­tel­deut­sche Rund­funk. Er über­trägt die Po­di­ums­dis­kus­si­on am 1. De­zem­ber 2020 in der Sen­dung MDR KUL­TUR-Werk­statt. Sie kann an­schlie­ßend für ein Jahr in der ARD Me­dia­thek ab­ge­ru­fen wer­den.

An der Dis­kus­si­on neh­men teil Ul­ri­ke Lo­renz (Prä­si­den­tin der Klas­sik Stif­tung Wei­mar), Ro­land Jahn (Bun­des­be­auf­trag­ter für die Un­ter­la­gen des Staats­si­cher­heits­diens­tes der ehe­ma­li­gen Deut­schen De­mo­kra­ti­schen Re­pu­blik), Ulf Bi­schof (Rechts­an­walt) und Uwe Hart­mann (Lei­ter des Fach­be­reichs Pro­ve­ni­enz­for­schung beim Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te).

Auf­grund der Co­ro­na-Pan­de­mie muss die Po­di­ums­dis­kus­si­on nun­mehr doch oh­ne Teil­neh­mer:in­nen statt­fin­den. Ei­ne An­mel­dung ist nicht mehr mög­lich. Per­so­nen, die sich be­reits an­ge­mel­det ha­ben, wer­den ent­spre­chend in­for­miert.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Po­di­ums­dis­kus­si­on "Ent­eig­net, ent­zo­gen, ver­kauft: Zur Auf­ar­bei­tung der Kul­tur­gut­ver­lus­te in der DDR" am 29. No­vem­ber 2020

Pro­gramm der Po­di­ums­dis­kus­si­on und der Herbst­kon­fe­renz (PDF, 2 MB)