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Universitätsmedizin Rostock untersucht Sammlung menschlicher Überreste

Datum 14.10.2020

Der Ar­beits­be­reich Ge­schich­te der Me­di­zin der Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ro­stock und das In­sti­tut für Ana­to­mie ha­ben mit ei­nem Pro­jekt be­gon­nen, in dem ei­ne Samm­lung mensch­li­cher Über­res­te un­ter­sucht wird, die zum Teil aus ehe­ma­li­gen Ko­lo­ni­en stam­men. Der Me­di­zi­ner Fried­rich Mer­kel (1845-1919) hat­te sie in sei­ner so­ge­nann­ten „Ras­sen­schä­del­samm­lung“ zu­sam­men­ge­tra­gen. Die For­schungs­ar­beit wird durch die För­de­rung des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te er­mög­licht.

Die im Rah­men des For­schungs­pro­jekts ge­sam­mel­ten In­for­ma­tio­nen sol­len als Grund­la­ge für ei­nen Aus­tausch mit Ver­tre­ter:in­nen der Her­kunfts­ge­sell­schaf­ten ge­nutzt wer­den und den wis­sen­schaft­li­chen Dia­log för­dern.

Zu­dem soll über ei­nen ethisch ver­ant­wor­tungs­vol­len Um­gang mit den „Hu­man Re­mains“ dis­ku­tiert und ent­spre­chen­de Leit­li­ni­en sol­len er­ar­bei­tet wer­den. Die­se ethi­sche Re­fle­xi­on wird auch in der stu­den­ti­schen Leh­re be­rück­sich­tigt wer­den.

Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ro­stock