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Privat getragenes Museum: Provenienzforschung in der Kunsthalle Emden beginnt

Datum 15.10.2020

Die Kunst­hal­le Em­den hat heu­te da­mit be­gon­nen, die Pro­ve­ni­en­zen ih­rer Samm­lungs­zu­gän­ge aus den Be­rei­chen Ma­le­rei, Plas­tik und Kunst­ge­wer­be mit Ent­ste­hungs­da­tum bis ein­schließ­lich 1945 zu über­prü­fen. Da­bei wird sie vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te un­ter­stützt.

„Bis­lang ist Pro­ve­ni­enz­for­schung in Pri­vat­mu­se­en nach wie vor ein For­schungs­de­si­de­rat und es gibt noch im­mer Zu­rück­hal­tung da­bei, sich die­ser Auf­ga­be zu wid­men. Das Zen­trum be­grüßt da­her um­so mehr, dass sich mit der Kunst­hal­le Em­den ein pri­vat ge­tra­ge­nes Mu­se­um zur Über­prü­fung sei­ner Be­stän­de auf NS-Raub­gut ent­schlos­sen hat“, sagt Gil­bert Lup­fer, Vor­stand des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te.

Die Kunst­hal­le Em­den geht auf die Grün­dung 1986 durch Hen­ri Nan­nen – dem Grün­der und lang­jäh­ri­gen Her­aus­ge­ber des STERN – zu­rück, der ge­mein­sam mit sei­ner spä­te­ren Frau Es­ke in sei­ner Hei­mat­stadt Em­den ein Haus für sei­ne Kunst­samm­lung bau­te. Schwer­punk­te die­ser Samm­lung sind der Ex­pres­sio­nis­mus, die Neue Sach­lich­keit, rus­si­sche Glasnost-Kunst und Neue Wil­de. Seit der Grün­dung wur­de die Samm­lung um zahl­rei­che Zu­stif­tun­gen und Schen­kun­gen von Kunst auch vor 1945 er­wei­tert.

Kunst­hal­le Em­den