Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Universität Jena beginnt Aufarbeitung von menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten

Datum 26.10.2020

Zum 1. Ok­to­ber hat die Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Je­na (FSU) ein kurz­fris­ti­ges For­schungs­pro­jekt im Be­reich Kul­tur- und Samm­lungs­gut aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten be­gon­nen, das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te über ei­nen Zeit­raum von sechs Mo­na­ten ge­för­dert wird.

In dem Pro­jekt wer­den an­hand von zwei mensch­li­chen Schä­deln, die ver­mut­lich über den Me­di­zi­ner Ernst Hae­ckel aus dem Na­tu­ra­li­en­han­del Um­lauff in Ham­burg an die Uni­ver­si­tät ge­lang­ten, die kom­ple­xen We­ge re­kon­stru­iert, die die mensch­li­chen Über­res­te durch die ver­schie­de­nen In­sti­tu­te und Samm­lungs­tei­le der Uni­ver­si­tät nah­men.

Ziel der Mo­dell­stu­die ist es, ei­ne Grund­la­ge für wei­te­re For­schung zu schaf­fen und die kon­kre­te Pro­ve­ni­enz der bei­den Schä­del zu klä­ren. Hier­an be­tei­li­gen sich An­thro­po­log:in­nen, Ar­chäo­log:in­nen, His­to­ri­ker:in­nen, Me­di­zi­ner:in­nen, Zoo­log:in­nen, Evo­lu­ti­ons­bio­log:in­nen und Ar­chäo­ge­ne­ti­ker:in­nen der Uni­ver­si­tät Je­na.

Rechnung der Naturalien Handlung Umlauff Rechnung der Naturalien Handlung Umlauff Quelle:  Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ernst-Haeckel-Haus