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Museum Aschersleben beginnt mit Erforschung von Freimaurer-Objekten

Datum 09.04.2021

Das Städ­ti­sche Mu­se­um in Aschers­le­ben hat da­mit be­gon­nen, sei­ne Frei­mau­rer­be­stän­de auf­zu­ar­bei­ten. In ei­nem sechs­mo­na­ti­gen Pro­jekt, das vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­dert wird, sol­len al­le Frei­mau­rer­ge­gen­stän­de im Mu­se­um aus­fin­dig ge­macht und auf ih­re Pro­ve­ni­enz hin un­ter­sucht wer­den.

Seit 1955 nutzt das Mu­se­um Aschers­le­ben das Haus der Frei­mau­rer­lo­ge „Zu den drei Klee­blät­tern“, die seit 1798 in Aschers­le­ben am Markt an­säs­sig ist. Im Jah­re 1935 wur­de die Lo­ge durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ent­eig­net und knapp 60 Jah­re spä­ter re­ak­ti­viert. Das Lo­gen­haus be­fin­det sich seit­dem im Ei­gen­tum der Großen Lan­des­lo­ge der Frei­mau­rer von Deutsch­land, be­her­bergt aber wei­ter­hin das Mu­se­um. Der Tem­pel kann beim Mu­se­ums­rund­gang be­sich­tigt wer­den und ist da­mit der ein­zi­ge Lo­gen­tem­pel in Deutsch­land, der stän­dig der Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ist. Ne­ben Ex­po­na­ten zur Stadt-, Ur- und Früh­ge­schich­te be­fin­den sich 90 Frei­mau­rer-Ob­jek­te in dem Haus. Es be­steht je­doch der Ver­dacht, dass wei­te­re Lo­gen­ge­gen­stän­de un­er­kannt Teil der heu­ti­gen Mu­se­ums­samm­lung sein könn­ten. Für Ob­jek­te mit nach­weis­li­cher Ver­bin­dung zur Aschers­le­be­ner Jo­han­nis­lo­ge soll im Zu­ge der nun auf­ge­nom­me­nen Pro­ve­ni­enz­for­schung ei­ne fai­re und ge­rech­te Lö­sung nach den „Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en“ ge­fun­den wer­den.

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