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„Kunst, Konflikt, Kollaboration. Hildebrand Gurlitt und die Moderne“ bei De Gruyter erschienen

Datum 28.12.2022

Das Buch „Kunst, Kon­flikt, Kol­la­bo­ra­ti­on. Hil­de­brand Gur­litt und die Mo­der­ne“ ist jetzt als Band 14 der Rei­he Schrif­ten der For­schungs­stel­le „Ent­ar­te­te Kunst“ bei De Gruy­ter her­aus­ge­kom­men. Der Band ist zur Aus­stel­lung „Gur­litt. Ei­ne Bi­lanz“ in Bern er­schie­nen und ba­siert auf um­fang­rei­chen For­schun­gen zum Kunst­be­sitz von Hil­de­brand Gur­litt. Die Buch­ver­nis­sa­ge fin­det zum Ab­schluss der Aus­stel­lung am Sonn­tag, 15. Ja­nu­ar 2023, in Bern statt.

Hil­de­brand Gur­litt zähl­te zu je­nen Kunst­händ­lern, die sich an dem Ver­kauf der 1937 in deut­schen Mu­se­en als „ent­ar­tet" be­schlag­nahm­ten Kunst­wer­ke be­tei­lig­ten. Rund 400 Kunst­wer­ke aus dem Kon­text der Ein­zie­hung ver­blie­ben in sei­nem Be­sitz. Sie be­fin­den sich heu­te als „Le­gat Cor­ne­li­us Gur­litt“ im Kunst­mu­se­um Bern.

Die Bei­trä­ge the­ma­ti­sie­ren die Po­si­tio­nie­rung des Mu­se­ums­lei­ters und Ku­ra­tors Gur­litt zur deut­schen Mo­der­ne in der Wei­ma­rer Re­pu­blik und sei­ne Rol­le als Kunst­händ­ler wäh­rend des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus und in der Nach­kriegs­zeit. Die Au­tor:in­nen ana­ly­sie­ren Gur­litts Rol­le im Kon­text des Kunst­han­dels und der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Kunst- und Ver­fol­gungs­po­li­tik; au­ßer­dem pro­ble­ma­ti­sie­ren sie die Stra­te­gi­en des Kunst­be­triebs nach 1945. Der Ka­ta­log ent­hält al­le Kunst­wer­ke im „Le­gat Cor­ne­li­us Gur­litt“ mit be­leg­tem Be­zug zur Ak­ti­on „Ent­ar­te­te Kunst" so­wie Re­pro­duk­tio­nen zen­tra­ler Do­ku­men­te.

Ni­ko­la Doll, Uwe Fleck­ner und Ge­sa Jeu­the Viet­zen (Hg.): Kunst, Kon­flikt, Kol­la­bo­ra­ti­on: Hil­de­brand Gur­litt und die Mo­der­ne. De Gruy­ter, 2023. Band 14 der Rei­he Schrif­ten der For­schungs­stel­le „Ent­ar­te­te Kunst“. 446 Sei­ten, 130 Ab­bil­dun­gen, 70 far­bi­ge Ab­bil­dun­gen, 54 Eu­ro.

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