Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Projektstart zur Untersuchung der sámischen Sammlung am Museum Europäischer Kulturen Berlin

Datum 16.11.2022

Das Mu­se­um Eu­ro­päi­scher Kul­tu­ren (MEK) Ber­lin be­ginnt ab De­zem­ber 2022 im Rah­men ei­nes vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten Pro­ve­ni­enz­for­schungs­pro­jekts die Un­ter­su­chung und Auf­ar­bei­tung der sá­mi­schen Samm­lung ge­mein­sam mit sá­mi­schen For­scher:in­nen, Künst­ler:in­nen und wei­te­ren Com­mu­ni­ty-Ver­tre­ter:in­nen.

Das Mu­se­um be­her­bergt ei­ne der be­deu­tends­ten sá­mi­schen Samm­lun­gen au­ßer­halb Nord­eu­ro­pas. Der größ­te Teil des Be­stands wur­de En­de des 19. und An­fang des 20. Jahr­hun­derts ge­sam­melt. Die in­di­ge­nen sá­mi­schen Ge­mein­schaf­ten be­trach­ten die­se Zeit als die Hoch­pha­se ei­nes in­ne­r­eu­ro­päi­schen Ko­lo­nia­lis­mus, in dem sie durch die Mehr­heits­ge­sell­schaf­ten in den nörd­li­chen Re­gio­nen Nor­we­gens, Finn­lands, Schwe­dens und auf der Ko­la-Halb­in­sel in Russ­land un­ter­drückt wur­den.

Durch die Er­fas­sung von Ob­jekt- und Ak­teurs­da­ten so­wie den Auf­bau ei­nes in­ter­na­tio­na­len Netz­werks möch­te das Pro­jekt bei­spiel­ge­bend sein für wei­te­re Pro­ve­ni­enz­for­schun­gen in deut­schen, eu­ro­päi­schen und welt­wei­ten Samm­lun­gen mit sá­mi­schen Be­stän­den.

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