Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung

Stiftungsrat des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste konstituiert sich im Bundeskanzleramt

Datum 22.01.2015

Der Stif­tungs­rat des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te kam am heu­ti­gen Don­ners­tag zu sei­ner kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung im Bun­des­kanz­ler­amt zu­sam­men. Der Stif­tungs­rat wähl­te Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Prof. Mo­ni­ka Grüt­ters zur Vor­sit­zen­den des Gre­mi­ums.

Mo­ni­ka Grüt­ters be­ton­te: „Es ge­hört zu den sel­te­nen Glücks­mo­men­ten in der Tä­tig­keit ei­ner Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin, ei­ne neue Stif­tung ins Le­ben ent­las­sen zu kön­nen. Heu­te ist so ein Mo­ment. Der ent­schei­den­de Schritt ist ge­tan: Wir star­ten in die Pra­xis. Ab heu­te ar­bei­tet das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te - und das mit her­vor­ra­gen­den Na­men: Prof. Uwe Schnee­de wur­de zum eh­ren­amt­li­chen Vor­stand der Stif­tung und Dr. Her­mann Si­mon zum Vor­sit­zen­den des För­der­bei­rats be­ru­fen.“Mo­ni­ka Grüt­ters er­klär­te wei­ter: „Mit dem Kunst­his­to­ri­ker Uwe Schnee­de hat ei­ne Per­sön­lich­keit die Lei­tung über­nom­men, die sich mit großem per­sön­li­chen En­ga­ge­ment für die Su­che nach NS-Raub­kunst in öf­fent­li­chen Samm­lun­gen ei­nen Na­men ge­macht hat. Er ver­leiht dem Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te die not­wen­di­ge na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Re­pu­ta­ti­on. Mit Dr. Her­mann Si­mon vom Zen­trum Ju­dai­cum in Ber­lin ge­winnt die Per­spek­ti­ve der jü­di­schen Op­fer ein neu­es Ge­wicht in den Gre­mi­en.“Die Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin sag­te nach der Stif­tungs­rats­sit­zung: „Es ist ein er­mu­ti­gen­des Si­gnal, dass das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te (DZK) tat­säch­lich in Re­kord­zeit er­rich­tet wer­den konn­te. Da­mit hat der Bund ge­mein­sam mit den Län­dern und kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den rasch auf den Schwa­bin­ger Kunst­fund rea­giert - ein sicht­ba­rer Be­weis für den funk­tio­nie­ren­den ko­ope­ra­ti­ven Kul­tur­fö­de­ra­lis­mus in der Bun­des­re­pu­blik.“Der Stif­tungs­rat ist das Auf­sichts­gre­mi­um des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te. Er setzt sich aus 15 Mit­glie­dern aus dem Kreis der Stif­ter (Bund, Län­der und kom­mu­na­le Spit­zen­ver­bän­de) zu­sam­men. Ihm ob­liegt die Ent­schei­dung in al­len An­ge­le­gen­hei­ten, die für die Stif­tung und ih­re Ent­wick­lung von Be­deu­tung sind.Die zum 1. Ja­nu­ar 2015 er­rich­te­te Stif­tung Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te er­mög­licht es, die Pro­ve­ni­enz­for­schung ins­be­son­de­re zur NS-Raub­kunst zu bün­deln, zu stär­ken und aus­zu­bau­en. Sie ist na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal zen­tra­le An­sprech­part­ne­rin in Deutsch­land zur Um­set­zung der „Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en“ und der „Ge­mein­sa­men Er­klä­rung“, die Bund, Län­der und kom­mu­na­le Spit­zen­ver­bän­de zur Auf­fin­dung und Rück­ga­be NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nen Kul­tur­guts ver­ein­bart ha­ben. Das Zen­trum führt u.a. die Auf­ga­ben der ehe­ma­li­gen Ko­or­di­nie­rungs­stel­le Mag­de­burg und der ehe­ma­li­gen Ar­beits­stel­le für Pro­ve­ni­enz­for­schung fort. Das für die Stif­tung vor­ge­se­he­ne Ge­bäu­de in Mag­de­burg soll im April 2015 be­zugs­fä­hig wer­den.Das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te er­hält ne­ben den Bei­trä­gen al­ler Stif­ter zum Stif­tungs­ka­pi­tal jähr­li­che Zu­wen­dun­gen von Bund und Län­dern. Für den ge­sam­ten Be­reich Pro­ve­ni­enz­for­schung hat der Bund ab 2015 sei­ne Mit­tel von jähr­lich zwei auf ins­ge­samt sechs Mil­lio­nen Eu­ro ver­drei­facht.

Pres­se­mit­tei­lung auf der Sei­te des Pres­se- und In­for­ma­ti­ons­am­tes der Bun­des­re­gie­rung