Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Stiftungsgebäude des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg bezogen

Datum 28.04.2015

Der Stif­tungs­rat des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te kam heu­te zum ers­ten Mal in sei­nem neu be­zo­ge­nen Stif­tungs­ge­bäu­de in Mag­de­burg zu­sam­men. Auf der Ta­ges­ord­nung stan­den u.a. die Be­ru­fung des haupt­amt­li­chen Vor­stands der Stif­tung so­wie die Be­set­zung des wis­sen­schaft­li­chen Ku­ra­to­ri­ums.

Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters, Vor­sit­zen­de des Stif­tungs­rats, er­klär­te: „In Re­kord­zeit von we­ni­ger als ei­nem Jahr ha­ben wir die Stif­tung Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te auf­ge­baut. Jetzt konn­ten wir das Ge­bäu­de in Mag­de­burg be­zie­hen. Mit der heu­ti­gen Be­ru­fung des haupt­amt­li­chen Vor­stands ist nun auch das Lei­tungs­team kom­plett. Mit Rü­di­ger Hüt­te als dem ehe­ma­li­gen stell­ver­tre­ten­den Chef des Bun­des­prä­si­di­al­am­tes und frü­he­ren Staats­se­kre­tär im Thü­rin­ger In­nen- bzw. Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ha­ben wir ei­nen aus­ge­wie­se­nen Ex­per­ten für die­se an­spruchs­vol­le Auf­ga­be ge­win­nen kön­nen. Ich bin zu­ver­sicht­lich, dass Rü­di­ger Hüt­te ge­mein­sam mit Prof. Uwe Schnee­de den Her­aus­for­de­run­gen ge­ra­de wäh­rend der an­dau­ern­den Auf­bau­pha­se der Stif­tung DZK ef­fi­zi­ent be­geg­nen wer­den.“

Grüt­ters wei­ter: „Auch die Wei­chen für die Be­set­zung des wis­sen­schaft­li­chen Ku­ra­to­ri­ums als Be­ra­tungs­gre­mi­um wur­den ge­stellt. Es war mir wich­tig, Per­sön­lich­kei­ten aus dem In- und Aus­land ein­zu­be­zie­hen.“ Be­ru­fen wur­den Eve­li­en Camp­fens, Ge­schäfts­füh­re­rin des Nie­der­län­di­schen Re­sti­tu­ti­ons­kom­mit­tees; Prof. Dr. Uwe Fleck­ner, Uni­ver­si­tät Ham­burg; Dr. An­net­te Ger­lach, Lei­te­rin des Lan­des­bi­blio­theks­zen­trums Rhein­land-Pfalz; Prof. Dr. An­ne Gryn­berg, Lei­te­rin des Co­mité d´hi­stoire au­près de la CIVS (Fran­zö­si­sche Kom­mis­si­on für die Ent­schä­di­gung der Op­fer von Ent­eig­nun­gen); Dr. Ute Haug, Vor­sit­zen­de des Ar­beits­krei­ses Pro­ve­ni­enz­for­schung e.V.; Prof. Dr. Eckart Köh­ne, Prä­si­dent des Deut­schen Mu­se­ums­bun­des e.V.; Rue­di­ger Mahlo, Re­prä­sen­tant der Claims Con­fe­rence in Deutsch­land; Isa­bel Pfeif­fer-Poens­gen, Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin der Kul­tur­stif­tung der Län­der und Frau Mal­gor­za­ta Quin­ken­stein vom Zen­trum für his­to­ri­sche For­schung Ber­lin der Pol­ni­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten. Zwei wei­te­re Be­ru­fun­gen, ins­be­son­de­re ei­nes is­rae­li­schen Mit­glieds, wer­den der­zeit noch ab­ge­klärt.

Die Stif­tung Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te bün­delt seit An­fang des Jah­res die Pro­ve­ni­enz­for­schung in Deutsch­land ins­be­son­de­re zur NS-Raub­kunst. Das Zen­trum führt un­ter an­de­rem die Auf­ga­ben der ehe­ma­li­gen Ko­or­di­nie­rungs­stel­le Mag­de­burg und der ehe­ma­li­gen Ar­beits­stel­le für Pro­ve­ni­enz­for­schung fort. Der Stif­tungs­rat ist das Auf­sichts­gre­mi­um des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te. Er setzt sich aus 15 Mit­glie­dern aus dem Kreis der Stif­ter – Bund, Län­der und kom­mu­na­le Spit­zen­ver­bän­de – zu­sam­men.

Pres­se­mit­tei­lung auf der Sei­te des Pres­se- und In­for­ma­ti­ons­am­tes der Bun­des­re­gie­rung (PDF, 177 KB)