Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Dokumente aus Gurlitts Nachlass im Bundesarchiv einsehbar

Datum 08.04.2016

Ab so­fort kön­nen Do­ku­men­te und Fo­tos aus dem Salz­bur­ger Nach­lass von Cor­ne­li­us Gur­litt im Bun­de­sar­chiv ein­ge­se­hen wer­den. Mit der Ver­öf­fent­li­chung treibt das Pro­jekt „Pro­ven­ienz­re­cher­che Gur­litt“ die trans­pa­ren­te Auf­klä­rung des Kunst­fun­des wei­ter vor­an.

Bei den Ma­te­ria­li­en han­delt es sich um rund 600 his­to­ri­sche Fo­tos der Jah­re 1936-41 aus den Al­ben des Ham­bur­ger Kunst­ka­bi­netts des Kunst­händ­lers Hil­de­brand Gur­litt (1936-41), Cor­ne­li­us Gur­litts Va­ter, so­wie 1.800 wei­te­re Fo­to­gra­fi­en von Kunst­wer­ken. Auf den Rück­sei­ten der Fo­tos be­fin­den sich teils Ex­per­ti­sen oder An­mer­kun­gen, die für die Pro­ve­ni­enz­for­schung wert­voll sind. Au­ßer­dem sind nun zwei Schätz­lis­ten des fran­zö­si­schen Ex­per­ten Fran­cois Max-Kann zur Gra­fik-Samm­lung von Ro­ger De­la­pal­me, ei­ne von 1941 und ei­ne un­da­tiert, zu­gäng­lich. Die­se ge­hö­ren zu 17 Kis­ten mit Do­ku­men­ten, die aus Cor­ne­li­us Gur­litts Haus in Salz­burg stam­men.

Am 24. März 2016 wur­den be­reits 184 Kunst­wer­ke, die im Salz­bur­ger Haus von Cor­ne­li­us Gur­litt auf­ge­fun­den wor­den wa­ren, in die Lo­stArt-Da­ten­bank ein­ge­stellt.

Da­zu er­klärt Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Prof. Mo­ni­ka Grüt­ters: „Dies sind wei­te­re wich­ti­ge Schrit­te zu größt­mög­li­cher Trans­pa­renz. Die­se ist mir be­son­ders wich­tig, denn sie schafft Ver­trau­en in die Er­geb­nis­se der For­schung, und wir schul­den sie den Op­fern und ih­ren Nach­kom­men.

Das Ma­te­ri­al kann zu den üb­li­chen Nut­zungs­be­din­gun­gen in den Le­se­sä­len der Bun­de­sar­chivstand­orte Ber­lin, Ko­blenz, Frei­burg ein­ge­se­hen wer­den.

Das Pro­jekt „Pro­ven­ienz­re­cher­che Gur­litt“ er­schließt am Münch­ner Zen­tral­in­sti­tut für Kunst­ge­schich­te in Zu­sam­men­ar­beit mit dem In­sti­tut für Zeit­ge­schich­te den schrift­li­chen Nach­lass von Cor­ne­li­us Gur­litt, um die­sen für die Pro­ve­ni­enz­for­schung ver­füg­bar zu ma­chen. Das Bun­de­sar­chiv un­ter­stüzt das Vor­ha­ben und di­gi­ta­li­siert ca. 6.000 Schrift­stücke aus dem Nach­lass. Die­se sol­len ab Mit­te Mai 2016 im Bun­de­sar­chiv zu­gäng­lich sein.

Mit dem aus Mit­teln der Be­auf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en fi­nan­zier­ten Pro­jekt „Pro­ven­ienz­re­cher­che Gur­litt“ führt das Deut­sche Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te seit Ja­nu­ar 2016 die For­schungs­ar­beit zum Kunst­fund Gur­litt fort. For­schungs­ge­gen­stand sind 680 Wer­ke, die von der Taskfor­ce „Schwa­bin­ger Kunst­fund“ noch nicht ab­schlie­ßend un­ter­sucht wur­den. Vor­ran­gig be­han­delt das Pro­jekt 189 Kunst­wer­ke, bei de­nen Ver­dachts­mo­men­te auf ei­nen NS-ver­fol­gungs­be­ding­ten Ver­lust be­ste­hen oder ent­spre­chen­de An­sprü­che gel­tend ge­macht wur­den.

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