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Monika Grütters für zweite Amtszeit als Kulturstaatsministerin vereidigt: Kulturpolitik des Bundes steht für Freiheit, Vielfalt und Teilhabe

Datum 15.03.2018

Mo­ni­ka Grüt­ters wur­de heu­te von Bun­des­kanz­le­rin Dr. An­ge­la Mer­kel für ei­ne zwei­te Amts­zeit die Ver­ant­wor­tung in der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Me­di­en über­tra­gen. Die Ver­ei­di­gung fand im Bun­des­kanz­ler­amt statt. Mo­ni­ka Grüt­ters be­ton­te nach ih­rer Er­nen­nung: „Ich bin dank­bar für das Ver­trau­en in mei­ne Ar­beit als Staats­mi­nis­te­rin für Kul­tur und Me­di­en. Die­ser no­blen Her­aus­for­de­rung wer­de ich mich auch in mei­ner zwei­ten Amts­zeit mit vol­lem Ein­satz wid­men.“ Grüt­ters wei­ter: „Kul­tur ist der Mo­dus un­se­res Zu­sam­men­le­bens. Sie fragt nicht nach Al­ter, Her­kunft, Haut­far­be oder Ge­schlecht. Sie ist Brücken­baue­rin und Ka­ta­ly­sa­tor ge­sell­schaft­li­cher Pro­zes­se. Es gilt, ih­re Frei­heit zu schüt­zen und ih­re Kraft zu nut­zen. Kul­tu­rel­le Viel­falt ist Ga­rant für ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt. Die­sem Geist sind der Ko­ali­ti­ons­ver­trag und sein Kul­tur­ka­pi­tel ver­pflich­tet. Sie stel­len die Wei­chen für ei­ne ver­ant­wor­tungs­vol­le Kul­tur­po­li­tik des Bun­des in die­ser Le­gis­la­tur­pe­ri­ode - ei­ne Kul­tur­po­li­tik, die für Frei­heit, Viel­falt und Teil­ha­be steht, für In­te­gra­ti­on und ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt.“

Mo­ni­ka Grüt­ters er­klär­te: „Den ak­tu­el­len Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer zu­neh­mend he­te­ro­ge­nen, plu­ra­lis­ti­schen Ge­sell­schaft wer­den wir mit ei­ner de­mo­kra­ti­schen Kul­tur der Ver­stän­di­gung be­geg­nen. Des­halb wol­len wir in­ten­siv zu­sam­men mit Län­dern, Kom­mu­nen und der Zi­vil­ge­sell­schaft mehr kul­tu­rel­le Teil­ha­bemög­lich­kei­ten schaf­fen – und zwar für al­le: in ur­ba­nen wie länd­li­chen Ge­bie­ten, un­ab­hän­gig von Ein­kom­men und Her­kunft. Wir wer­den kon­kre­te Maß­nah­men zur För­de­rung kul­tu­rel­ler An­ge­bo­te in den Re­gio­nen und auch der Ge­schlech­ter­ge­rech­tig­keit in Kunst, Kul­tur und Me­di­en er­ar­bei­ten. Im Hin­blick auf den Ver­lust der Zeit­zeu­gen­ge­ne­ra­ti­on müs­sen wir mit neu­en Pro­gram­men und ei­ner le­ben­di­gen Er­in­ne­rungs­po­li­tik da­zu bei­tra­gen, dass ge­ra­de jun­ge Men­schen an­ti­se­mi­ti­schen und po­pu­lis­ti­schen Ver­ein­fa­chern et­was ent­ge­gen­set­zen kön­nen. Auch der Kul­tur als ent­schei­den­den Fak­tor für die In­te­gra­ti­on in un­se­re Ge­sell­schaft wer­den wir uns in der nächs­ten Le­gis­la­tur­pe­ri­ode mit kon­kre­ten An­ge­bo­ten ver­stärkt wid­men. Gleich­zei­tig tre­ten wir sys­te­ma­tisch für den Er­halt und die Er­for­schung des kul­tu­rel­len Er­bes ein und wer­den die Auf­ar­bei­tung der Kunst im ko­lo­nia­len Kon­text schwer­punkt­mä­ßig för­dern. Ein wei­te­res großes Pro­jekt in der neu­en Re­gie­rungs­pe­ri­ode wird die Di­gi­ta­li­sie­rung im Kunst- und Kul­tur­be­reich sein, die wir mit ge­stal­ten­den Rah­men­be­din­gun­gen flan­kie­ren und durch ge­eig­ne­te Maß­nah­men un­ter­stüt­zen müs­sen.“