Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Eröffnung der Ausstellung „NS-Raubkunst in den Görlitzer Sammlungen“

Anfang 16.02.2018
Ende 16.02.2018
Ort Galerie der Moderne Görlitz im Kaisertrutz Veranstalter Kulturhistorisches Museum Görlitz

Die Aus­stel­lung prä­sen­tiert die Er­geb­nis­se ei­nes wis­sen­schaft­li­chen Re­cher­che­pro­jekts, das mit Un­ter­stüt­zung des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te durch­ge­führt wur­de. Mit ei­nem Gruß­wort wird Gil­bert Lup­fer, wis­sen­schaft­li­cher Vor­stand des Deut­schen Zen­trums Kul­tur­gut­ver­lus­te, die Aus­stel­lung er­öff­nen.

Die Gör­lit­zer Samm­lun­gen ha­ben in den Jah­ren 2016/2017 ein For­schungs­pro­jekt zu NS-Raub­kunst durch­ge­führt. Be­reits seit den 1990er Jah­ren war be­kannt, dass sich in Mu­se­ums­be­stän­den Ob­jek­te be­fin­den, die wäh­rend der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus un­recht­mä­ßig er­wor­ben wor­den wa­ren. Sie stamm­ten aus jü­di­schen Pri­vat­samm­lun­gen, de­ren Ei­gen­tü­mer die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ent­eig­net, aus dem Land ge­trie­ben oder um­ge­bracht hat­ten. Im Er­geb­nis die­ser Re­cher­chen konn­ten zu al­len Neu­er­wer­bun­gen der Jah­re 1933 bis 1945 konn­ten 150 Ob­jek­te ein­deu­tig als NS-Raub­kunst iden­ti­fi­ziert wer­den. Von die­sen sind auf­grund der im­men­sen Kriegs­ver­lus­te des Mu­se­ums heu­te aber nur noch neun Ob­jek­te im Be­stand vor­han­den. Sie wer­den zu­sam­men mit Re­pro­duk­tio­nen be­reits re­sti­tu­ier­ter bzw. seit 1945 ver­schol­le­ner Kunst­wer­ke und In­for­ma­tio­nen zu den frü­he­ren Ei­gen­tü­mern in ei­ner Ka­bi­net­taus­stel­lung in der Ga­le­rie der Mo­der­ne im Kai­ser­trutz ge­zeigt.