Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Vortrag über "Die Sammlung Cords: Über die Provenienz Ostasiatischen Kunsthandwerks im Museum Angewandte Kunst"

Anfang 14.06.2021 18:00 Uhr
Ende 14.06.2021
Ort digitale Veranstaltung Veranstalter Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e. V. (GFG) / Institut für Stadtgeschichte

Ka­tha­ri­na Wei­ler stellt ih­re For­schungs­er­geb­nis­se zur Her­kunft ost­asia­ti­schen Kunst­hand­werks aus der Samm­lung Cords im Mu­se­um An­ge­wand­te Kunst vor.

Carl Cords (1879–1945) aus Zop­pot bei Dan­zig schenk­te dem Mu­se­um für Kunst­hand­werk (heu­te Mu­se­um An­ge­wand­te Kunst) 1943 sei­ne um­fas­sen­de Ost­asia­ti­ka-Samm­lung. In den vor­an­ge­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten hat­te der Pri­vat­samm­ler chi­ne­si­sches Por­zel­lan und Ex­port­por­zel­lan, aber auch Ke­ra­mi­ken, Bron­zen, Email­ar­bei­ten, Ja­de-, Nas­horn- und Lackob­jek­te so­wie Tex­ti­li­en zu­sam­men­ge­tra­gen. Mit einst über ein­tau­send Ob­jek­ten han­delt es sich heu­te noch um die größ­te Schen­kung für die Asia­ti­sche Samm­lung des Mu­se­ums seit sei­ner Grün­dung 1877. Der­zeit steht die Samm­lung Cords im Fo­kus der Pro­ve­ni­enz­for­schung am Mu­se­um An­ge­wand­te Kunst. Wie sie zeigt, spie­gelt sich in der Samm­lung et­wa ein trans­na­tio­na­les Netz­werk zwi­schen Händ­lern und Samm­lern von Ost­asia­ti­ka in Chi­na und dem Deut­schen Reich wäh­rend der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts wi­der. Gleich­zei­tig han­delt es sich bei ei­ni­gen Kul­tur­gü­tern um Er­wer­bun­gen aus ko­lo­nia­lem oder NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nem Kon­text. Sie stel­len die Pro­ve­ni­enz­for­schung vor neue Her­aus­for­de­run­gen. Der Vor­trag be­leuch­tet die (Samm­lungs-)Ge­schich­te aus­ge­wähl­ter Stücke.

Ge­för­dert vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te.

Vi­deo­vor­trag un­ter: htt­ps://you­tu.be/zQd8D0q3CU4