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Internationales Symposium: Der Umgang mit Umzugsgut jüdischer Emigranten in europäischen Häfen

Anfang 07.10.2021 09:30 Uhr
Ende 07.10.2021 18:00 Uhr
Ort Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen, alternativ auch virtuell via Zoom Veranstalter Deutsches Schifffahrtsmuseum

"Der Um­gang mit Um­zugs­gut jü­di­scher Emi­gran­ten in eu­ro­päi­schen Hä­fen" / „The hand­ling with re­mo­val-goods of Je­wish emi­grants in Eu­ro­pean har­bors“ ist ei­ne Ta­gung zu der die Pro­ve­ni­enz­for­schungs­ab­tei­lung des Deut­schen Schiff­fahrts­mu­se­ums ein­lädt.

Als der Aus­bruch des Zwei­ten Welt­kriegs 1939 das Aus­lau­fen deut­scher zi­vi­ler Schif­fe nach Über­see ver­hin­der­te und in der Fol­ge be­reits in die Ha­fen­städ­te trans­por­tier­te Gü­ter nicht mehr ver­schifft wer­den konn­ten, blie­ben auch die Um­zugs­gü­ter jü­di­scher Aus­wan­de­rer in den La­ger­stät­ten der Hä­fen und der Spe­di­tio­nen lie­gen.

In Bre­men be­gann die Ge­sta­po nach ei­ni­gen Mo­na­ten, die Gü­ter zu be­schlag­nah­men und ließ sie öf­fent­lich ver­stei­gern. Spä­ter war die Ober­fi­nanz­di­rek­ti­on des Gau We­ser-Ems, zu dem Bre­men da­mals ge­hör­te, da­für zu­stän­dig. Wäh­rend die Ei­gen­tü­mer in ih­ren neu­en Wohn­or­ten auf ihr Hab und Gut war­te­ten, ka­men die­se un­ter den Ham­mer und wur­den von ih­ren neu­en Be­sit­zern in die Häu­ser und Woh­nun­gen Bre­mens und um­zu ge­tra­gen.   

In zwei vom Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te ge­för­der­ten und am Deut­schen Schiff­fahrts­mu­se­um in Bre­mer­ha­ven an­ge­sie­del­tem Pro­jek­ten "Der Um­gang mit Über­sied­lungs­gut jü­di­scher Emi­gran­ten in Bre­men ab 1939" und "Der Um­gang mit Über­sied­lungs­gut jü­di­scher Emi­gran­ten in Ham­burg ab 1939" wer­den sämt­li­che er­hal­te­ne In­for­ma­tio­nen zu die­sen Vor­gän­gen in Bre­men re­cher­chiert, ana­ly­siert und in ei­ner Da­ten­bank sicht­bar ge­macht.

Auch in den Hä­fen von Ham­burg, Triest, Ge­nua und Rot­ter­dam ha­ben Be­rau­bun­gen und Be­schlag­nah­mun­gen von Um­zugs­gut jü­di­scher Emi­gran­ten statt­ge­fun­den. Wis­sen­schaft­ler:in­nen aus Deutsch­land, Ös­ter­reich, Ita­li­en und den Nie­der­lan­den for­schen an die­sem The­ma in die­sen Hä­fen.

Das Sym­po­si­um bün­delt die ak­tu­el­len For­schungs­er­geb­nis­se die­ses eu­ro­pa­weit re­le­van­ten The­mas und stellt sie zur Dis­kus­si­on.

Es gibt die Mög­lich­keit, die Ta­gung im Haus der Wis­sen­schaft zu be­su­chen, oder vir­tu­ell im Zoom-We­bi­nar teil­zu­neh­men. Vor Ort sind die 3G-Re­geln (Ge­impft-Ge­tes­tet-Ge­ne­sen) zu be­ach­ten, des­wei­te­ren muss ein Mund­na­sen­schutz ge­tra­gen wer­den. Die Vor­trä­ge wer­den in deut­scher und eng­li­scher Spra­che statt­fin­den.

Das Pro­gramm sieht vor, dass die Wis­sen­schaft­ler:in­nen, die zur Be­schlag­nah­me von Um­zugs­gut jü­di­scher Emi­gran­ten durch na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Be­hör­den in eu­ro­päi­schen Ha­fen­städ­ten ar­bei­ten, von ih­ren ak­tu­el­len For­schun­gen be­rich­ten. Bis­her sind Vor­trä­ge über die­se Vor­gän­ge in den Hä­fen von Triest, Ge­nua, Rot­ter­dam, Ham­burg und Bre­men vor­ge­se­hen.

Weitere Informationen gibt es hier: Internationales Symposium: Der Umgang mit Umzugsgut jüdischer Emigranten in europäischen Häfen …