Website der Stiftung "Deutsches Zentrum Kulturgutverluste"

Internationale Fachkonferenz „20 Jahre Washingtoner Prinzipien: Wege in die Zukunft“

Workshops

Work­shop A – Aus­stel­len und Ku­ra­tie­ren – 28.11.2018 9.30-12.30

Die Wa­shing­to­ner Prin­zi­pi­en sind eng ver­bun­den mit der An­er­ken­nung von Un­recht und Leid. Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen welt­weit kön­nen da­bei ei­nen ent­schei­den­den Bei­trag zur Er­in­ne­rungs­kul­tur leis­ten. Der Work­shop wid­met sich der Sicht­bar­keit der Ge­schich­te und Pro­ve­ni­en­zen hin­ter den Ob­jek­ten. In ei­nem Best-Prac­ti­ce Slam wer­den acht ex­em­pla­ri­sche Prä­sen­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten vor­ge­stellt, die an­schlie­ßend in Form ei­nes Pro­ve­ni­enz Cafés in klei­nen Grup­pen dis­ku­tiert und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Da­durch wer­den un­ter an­de­rem Fra­gen be­spro­chen nach der Sicht­bar­ma­chung und Pro­ve­ni­enz­merk­ma­len, dem Span­nungs­feld von Text und Ob­jekt oder dem Ein­satz neu­er Me­di­en.

Re­fe­ren­ten: Pe­ter Fors­ter (Mu­se­um Wies­ba­den), Dar­ja Hes­se und To­bi­as Schla­ge (Deut­sches His­to­ri­sches Mu­se­um), Jas­min Hart­mann (Kul­tur­de­zer­nat der Stadt Düs­sel­dorf), Ma­thi­as Listl (Kunst­hal­le Mann­heim), Sa­bi­ne Mücke (Zep­pe­lin Mu­se­um Fried­richs­ha­fen), Tes­sa Ro­se­b­rock (Staat­li­che Kunst­hal­le Karls­ru­he), Iris Schmeis­ser (Stä­del Mu­se­um Frank­furt), An­na von Vil­liez (Staats-und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Ham­burg)

Mo­de­ra­ti­on: So­phie Le­schik (Wis­sen­schaft­li­che Re­fe­ren­tin Pro­ve­ni­enz­for­schung, Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te), Ma­ria Oben­aus (Per­sön­li­che Re­fe­ren­tin des wis­sen­schaft­li­chen Vor­stan­des, Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te)

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Work­shop B – Pro­ve­ni­enz­for­schung und Da­ten­schutz – 28.11.2018 9.30-12.30

Trans­pa­renz ist nicht erst seit dem Schwa­bin­ger Kunst­fest das obers­te Ge­bot der Pro­ve­ni­enz­for­schung. Zu Recht po­chen die Nach­fah­ren der Op­fer der Shoah auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on von For­schungs­er­geb­nis­sen, aber auch sei­tens der Wis­sen­schaft, Öf­fent­lich­keit und Po­li­tik ist hier der Be­darf an In­for­ma­ti­on und Aus­tausch im­mens. Wie soll­ten Netz­wer­ke und For­schungs­da­ten­ban­ken funk­tio­nie­ren, wenn nicht ein Aus­tausch der hier­für er­for­der­li­chen Da­ten statt­fän­de? Gleich­zei­tig be­ste­hen Ur­he­ber- und Per­sön­lich­keits­rech­te; und seit Mai gilt die Eu­ro­päi­sche Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung (EU-DSGVO). Die­se kon­kre­ti­siert das Grund­recht na­tür­lich le­ben­der Per­so­nen auf in­for­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung bei der Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten. Für ver­stor­be­ne Per­so­nen greift der post­mor­ta­le Per­sön­lich­keits­schutz. Nach ei­ner Ein­füh­rung wer­den sich die Teil­neh­mer des Work­shops in For­schungs­ar­beits­grup­pen zu­sam­men­fin­den, um sich mit den prak­ti­schen As­pek­ten zu be­fas­sen: Es sol­len re­prä­sen­ta­ti­ve For­schungs­be­rich­te aus­ge­wer­tet und die An­sprü­che an ei­ne Da­ten­bank dis­ku­tiert wer­den.

Mo­de­ra­ti­on: An­drea Ba­re­sel-Brand (Lei­te­rin Fach­be­reich Lost Art, Do­ku­men­ta­ti­on, Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te), Mat­thi­as Wel­ler (Al­fried Krupp von Boh­len und Halb­ach- Pro­fes­sur, bür­ger­li­ches Recht, Kunst- und Kul­tur­gut­schutz­recht, Uni­ver­si­tät Bonn)

Work­shop C – Pro­ve­ni­enz­for­schung ver­mit­teln – 28.11.2018 13.30-16.30

Die Ver­mitt­lung von Er­geb­nis­sen der Pro­ve­ni­enz­for­schung ist ein Kernthe­ma der Kon­fe­renz und wich­ti­ge zu­künf­ti­ge ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­ben von Mu­se­en, Bi­blio­the­ken und Ar­chi­ven. Der Fo­kus der Ver­an­stal­tung liegt auf in­no­va­ti­ven und par­ti­zi­pa­ti­ven For­ma­ten zur Ver­mitt­lung. Da­bei wird pra­xis­nah der Aus­tausch mit Fach­kol­le­gin­nen und -kol­le­gen er­mög­licht, die ers­te Pro­jek­te im The­men­feld Pro­ve­ni­enz­for­schung um­setz­ten. Dis­kus­si­ons­ge­gen­stand ist auch die Fra­ge, wel­che Rol­le neue Ver­mitt­lungs­an­ge­bo­te in der Mit­ge­stal­tung ei­ner le­ben­di­gen Er­in­ne­rungs­kul­tur über­neh­men, wenn Zeit­zeu­gin­nen und Zeit­zeu­gen den öf­fent­li­chen Dis­kurs nicht mehr be­för­dern kön­nen. Die Sicht­wei­sen und Ide­en jun­ger Men­schen aus Pi­lot­pro­jek­ten flie­ßen in den Work­shop als neue An­knüp­fungs­punk­te ein.

Re­fe­ren­ten: Lu­kas Bä­cher (Kunst- und Aus­stel­lungs­hal­le der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land), Va­nes­sa von Kol­pin­ski (Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te), An­ni­ka No­wak-Wet­ter­au und Da­vid Stud­niberg (Jü­di­sches Mu­se­um Ber­lin), Iris Schmeis­ser (Stä­del Mu­se­um Frank­furt), Ma­ria Oben­aus und Ju­lia We­ber (Staat­li­che Kunst­samm­lun­gen Dres­den)

Mo­de­ra­ti­on: Ma­ria Oben­aus (Per­sön­li­che Re­fe­ren­tin des wis­sen­schaft­li­chen Vor­stan­des, Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te), Fre­ya Pa­schen (Lei­te­rin Fach­be­reich Kom­mu­ni­ka­ti­on und Öf­fent­lich­keits­ar­beit, Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te)

Work­shop D – Ge­nea­lo­gie und Er­be­ner­mitt­lung – 28.11.2018 13.30-16.30

Ei­ne er­folg­rei­che Su­che nach Er­ben setzt ge­nea­lo­gi­sche For­schun­gen vor­aus. Was ge­nau aber sind ei­gent­lich die Werk­zeu­ge, Me­tho­den, Stra­te­gi­en und Quel­len da­für? Und wie las­sen sie sich am bes­ten nut­zen? In die­sem Work­shop bün­deln Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten aus der Pra­xis der Ge­nea­lo­gie und Pro­ve­ni­enz­for­schung ihr Wis­sen und er­läu­tern in Ar­beits­grup­pen die un­ter­schied­li­chen Vor­ge­hens­wei­sen und Re­cher­che­me­tho­den: Was funk­tio­niert gut? Was bleibt schwie­rig? Wie weit kommt man aus ei­ge­nen Kräf­ten? Das sind ei­ni­ge Fra­gen, die der Work­shop be­ant­wor­ten möch­te.

Re­fe­ren­ten: An­drea Det­ling (Ver­ein für Com­pu­ter­ge­nea­lo­gie e.V.), Se­bas­ti­an Fins­ter­wal­der (Zen­tral- und Lan­des­bi­blio­thek Ber­lin), The­kla Klut­tig (Säch­si­sches Staats­ar­chiv), Pas­cal Prau­se (Ar­bor Er­be­ner­mitt­lung GmbH), An­ne­ke de Rud­der (Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Ham­burg)

Mo­de­ra­ti­on: Ma­thi­as Dei­nert (Wis­sen­schaft­li­cher Re­fe­rent Pro­ve­ni­enz­for­schung, Deut­sches Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te), Isa­bel von Klit­zing (Pro­ve­nance Re­se­arch & Art Con­sul­ting)