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Systematische Provenienzforschung am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg Zeitraum 1933 bis 1945/ Gemälde bis 1800, Skulptur bis 1800, Kunsthandwerk bis 1800, Sammlung 19. Jahrhundert / 20. Jahrhundert bis 1945 (Gemälde, Skulptur, Kunsthandwerk, Möbel, Wissenschaftliche Instrumente)

Förderbereich NS-Raubgut Zuwendungsempfänger Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Bundesland Bayern Website http://www.gnm.de/International Research: Nazi-Era Cultural PropertySystematische Provenienzforschung Ansprechpartner
  • Dr. Matthias Nuding
    Projektbericht_Ansprechpartner_FunktionProjektleiter
    Projektbericht_Ansprechpartner_EMAilm.nuding@gnm.de
Projekttyp Langfristiges Projekt zur systematischen Erschließung von Sammlungsbeständen Projektlaufzeit
  1. November 2014 bis Oktober 2016
  2. November 2016 bis Januar 2018

Beschreibung

Mit diesem Projekt hat das Germanische Nationalmuseum (GNM) mit der systematischen Erforschung der Provenienzen seiner Bestände begonnen. Grundlage hierfür bildet die in der „Washingtoner Erklärung“ festgeschriebene Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland, NSverfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in Museen, Archiven und Bibliotheken ausfindig zu machen und ggf. an die Eigentümer bzw. deren Rechtsnachfolger zu restituieren. Aufgabe des Projektes ist es, Objekte, die zwischen 1933 und 1945 den Weg in das Museum fanden, auf ihre Herkunftsgeschichte zu untersuchen.

Die Anzahl von ca. 1.470 Einträgen in den Zugangsregistern des GNM im Untersuchungszeitraum erfordert eine Einschränkung der zu untersuchenden Objekte. Im Fokus der Forschungen stehen die Sammlungsbereiche Malerei bis 1800 und Glasmalerei, Skulptur bis 1800, Kunsthandwerk bis 1800, Kunst und Kunsthandwerk 19. bis 21. Jahrhundert, Wissenschaftliche Instrumente sowie Möbel.
Ziel des Projektes ist es, die Objekte ausfindig zu machen, die aufgrund ihrer Herkunftsgeschichte vermuten lassen, dass sie während der nationalsozialistischen Herrschaft ihren Eigentümern unrechtmäßig entzogen oder deren Vorbesitzer verfolgungsbedingt zum Verkauf gezwungen wurden. Für die ermittelten Verdachtsfälle besteht die Zielsetzung des Projektes in der Erstellung einer möglichst lückenlosen Provenienzchronologie, in der Darstellung der individuellen Verfolgungsgeschichte der damaligen Eigentümer sowie in der detaillierten Untersuchung der Umstände, die zu der Veräußerung des jeweiligen Objektes geführt haben.

Veröffentlichung

Anne-Cathrin Schreck, Anja Ebert, Timo Saalmann: Gekauft - Getauscht - Geraubt? : Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung. Nürnberg, 2017.

Ausstellung

Gekauft - Getauscht - Geraubt? : Erwerbungen zwischen 1933 und 1945. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. 26.10.2017 – 17.06.2018. [Link]

© Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, März 2018